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Septembexkursionen ::: no moor / Presseler Heidewaldmoorgebiet

»keine gewöhnliche Insel … ein Ort mit merkwürdigen Eigenschaften. Wer dort ankommt wandert allezeit allein durch Wald und Feld und trifft nie eine Menschenseele. In einer Mondnacht oder kurz vor einem Gewitter mag er gelegentlich ahnen, dass er Nachbarn hat. An den meisten Tagen aber erlebt es jeder Wanderer so, als sei er der Einzige. …«

»Seltsam war das – als kehrte ich an den Schauplatz eines früheren Lebens zurück. … Kann es sein dass ich als kleiner Junge hier war, zu jung, um zu wissen, wo ich bin, aber alt genug, um diese Bilder zu behalten? Die Bäume und das Moor hier, sogar der Himmel scheinen an irgendeiner versunkenen Erinnerung zu rütteln.«

(Kazuo Ishiguro, Der begrabene Riese)

… more no moor

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Fotorunde ::: alpine colour kvelder

»… doch was immer sie denken mochte, wenn sie es fasziniert beobachtete, hypnotisiert, als striche es mit seinen Silberfingern über irgendein versiegeltes Gefäß in ihrem Hirn, dessen Zerspringen sie mit Freude überfluten würde, sie hatte Glück gekannt … intensives Glück, und es versilberte die rauhen Wellen ein wenig leuchtender,

in dem Maße wie das Tageslicht schwand und das Blau aus dem Meer wich

… und die Verzückung sich in ihren Augen brach und Wellen reiner Freude über den Grund ihres Bewusstseins jagten und sie fand, Es ist genug! Es ist genug!«

(Virginia Woolf, der Leuchtturm)

… mehr schwindende Farbe

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Pessoa–de Campos ::: wohl über Gülpe und Umgebung

»alles wie durch den Kinematographen eines Lichtspieltheaters von der Größe des Universums, in dem man wüsste, dass, tritt man nach Ende der Vorstellung auf die Straße, kein Haus da ist in das man zurückkehren könnte … wohl aber die absolute Nacht …

… Tiefe und religiöse Einsamkeit des unendlichen Universums, gewaltige Weite, nicht breit, nicht hoch, nicht lang, reiner Raum nur, der Raum dieses schwarzblauen und gestirnten Mysteriums, in dem die Erde ein Ding ist, und die Leben wie Barkassen an der Wasseroberfläche scheinen … Sonnenstrahlen, die durch das halboffene Fenster in das Zimmer des Landhauses fallen, Mittage auf verlassenen Tennen, späte Nächte für Begegnungen an anderen Ufern, macht unser natürliches Gelingen zu einer Ruhe, einem Umhang, und senkt euch über meine Seele … ihr schlummernden, brachen Fluren, ihr ruhig durch eine Unruhe fließenden Flüsse, ihr an Nachmittagen besuchten Parkanlagen, ihr Teiche der Landgüter, ihr Kamine in Herrenhäusern, und als hechelnder Atem schwarzer Seide die Stille der Nacht.«

(Fernando Pessoa/Àlvaro de Campos, mit gepackten Koffern, in: Poesie und Prosa)

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PGI Expeditionsbericht ::: Storchsternschwalbenvoll in Gülpe

Der Weg. Scheeler Blick auf Cirruswolken, verfliegen nächtens immer!, Göritz, Görtzke, Wörter gülpisieren, Backstein, grünes flaches Land, Wolkengespinste. Gülpe. Verwinkelt und gehegt, Katzen, linkerhand Bauernhof, Kindheitserinnersduft, rechts Sportplatz voller Skabiosen, in Bäumen über, unter und durch zwitschernde Jungrauchschwalben, Himmel von Rauchschwalbeneltern & Staren durchpflügt. Kühe, Kinder, Katzen, Zelt aufbauen, Gülpe erkunden, Kirchturm mit Storch, ohne Züffernblatt, zeitlos, dünne Katzen, Hühner, Tauben, immer noch Wolken, an die Havel, Kuhweiden, grüne Ruderalbekannte, Schafgarbe, Sauerampfer, Rainfarn, Ackerwinden, Vogelknöterich, und das bisher nur auf Bildern gesehene Gänsefingerkraut, nah am Fluss Nachtkerzen! Geruch vanillig/zimtig, später am Schilfpfad ein kleiner brauner Frosch, über der Havel weitere Rauchschwalben, im Schilf kleine mopsige stets hüpfende und springende Piepmätze die schwer fokussierbar und somit kaum bestimmbar sind, vielleicht Schilfrohrsänger, Informationstafel, Begrenzung auf muskelbetriebene Wasserfahrzeuge, außerdem hie und da ein Raubvogel in der Luft, zurück, am leeren Storchennest und am nicht leeren Biwakplatz vorbei, das worüber Gülpe nicht gerne spricht scheint harmlos, entzieht sich aber subtil der direkten Wahrnehmung, weitere pittoreske Häuser und Gehöfte, Zimmer voller Bücherregale, eine Bank mit Beinen aus geholzdrechselten Büchern, politische Graffitis vergessenen Inhalts, vorbei an der schwer trächtigen garfieldfarbenen Schmusekatze, zurück am Sportplatz zusammensuchen des wissenschaftlichen Instrumentariums und verlassen des Ortes gen Paray, die Dämmerung wird dunkler, leuchtende Nachtwolken, Tagvögel verstillen langsam, Fledermäuse auf Kollisionskurs, observativer Platz auf freiem Feld, warten auf Klarsicht, vorbeizüngelndes Fahrrad, Mars, Baum, Autos, Stille, plötzlicher rumsender Einschlag zwei Meter hinter uns, eine überflatternde Fledermaus, Beutetierfang?, wilde Bären?, hochschrecken, Taschenlampenblick, mehr und mehr Sterne werden sichtbar, kurze Polarstern-Desorientierung, es ist Wega aus der Leier, am Sternrad drehen, rotes Taschenlampenlicht, klamm, kalt, die Taschenlampe noch kälter, wenig erfolgreiche Fotodokumentationsversuche (Sterne sehr vergülpt), der Wagen wird endlich korrekt zugeordnet, Polarstern identifiziert, Kassiopeia, von Wega aus das Sommerdreieck aus Deneb und Atair, und mit jedem neuen immer verkühlteren Griff zur Sternscheibe neue Konstellationen gepaukt, der Adler schließlich viel besser als Rochen bezeichnet, Pegasus vielleicht, Herkules, Delphin, ein Teil des Schwans, immer wieder von vorne Uhrzeit einstellen, einsüden, anleuchten, orientieren, aufsagen, Wagen, Polarstern, Kassiopeia, Sommerdreieck, und irgendwann zumindest als feiner Schleier, die Milchstraße, und lang nachglühende, nachgülpende, Sternschnuppen … den Blick aus den Sternen aufsaugen, etwas in sich aufbewahren, erinnern an andere Sternenhimmel, irgendwann wirkt die Dämmerung, ein kurzer Kameragang aus dem Dorf, Muhen, Bauer mit Fütterungsbagger rumort, Nebel, über den Weiden, malerisch, verwunschen, wegnicken im Zelt, wach werden, ein vielstimmig brausender Vogelchor aus den Bäumen erwacht … und verstummt, rauskrabbeln, frühstücken, der Kollege berichtet vom Nebel über dem Fluss und zeigt Kormoranbilder, später Kormoranschwärme und beim Überfliegen fällt auf wie sie nur mit den Flügelspitzen leicht wippen, noch einmal an die Havel und durchs Dorf, Falter, Rauchschwalben auf den Dächern nur durchs Landen zu sehen, Katzen, die Sonne sticht mehr und mehr, Getränkevorräte verrinnen, Abschied vom Schilf, zu diversifizierende Wolkenformationen, Schleier, aber auch in den niedrigen farblos leuchtenden Wolkenbänken dunklere Areale, aufgeribbelt, getupft, verwischt, Halt am Gülpener See, Wildgänse, Wald, weiter, Badesee in Wassersuppe, grüner Schleimteppich (cyanobakteriell). Heimweg, gleißendem Wolkenhimmel, lentikulare Untertassen. Gülpifiziert. Reserveenergie verbraucht. Nachti Nachti!

… mehr Gülpe

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prae flori ::: paläophytische Zeitreise

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auf alten Wegen ::: auf sich selbst zurückfallen

Ein spanisches Palindrom das es in sich hat »la ruta nos aportó otro paso natural – der Pfad führt uns zum natürlichen nächsten Schritt.«

Und noch mehr hat es in sich, was Hr. Macfarlane dazu zu sagen hat »Die chiasmische Struktur verdeutlicht auf kluge Weise die Transformation, die der Pilger durchläuft, wenn er zu seinem Ursprung zurückkehrt und sein Geist wieder auf sich selbst zurückfällt. Er bleibt scheinbar unverändert und vollzieht zugleich einen tiefgreifenden Wandel.«

(Robert Macfarlane, Alte Wege)

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PGI Expeditionsbericht & Trivialnotizen | España del Norte | 18. bis 28. Sep 2015

Keine Postkarten! Keine Bilder.

Rückreise, Segovia, Fliegen

Meergestärkt und bereit für die Rückreise durch das karge Land verlassen wir Noja spätvormittags an einem sanftsonnigen Tag ohne nennenswerten Wellengang. Es wäre perfektes Badewetter.

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Selbstauslöse-Gruppenbild auf dem Grashang mit Blick auf das Meer; mit Bank, Tamariske (Tamarix), und links im Bild einem leicht bauchigen mittelaltem Spanier der uns beobachtet, oder auch nur versucht nicht in unser Bild zu laufen

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Auf dem Weg nach Segovia. Die Wolken hängen getüpfelt und wie angepinnt am Himmel, so wie es eigentlich eher dem norwegischen Himmel vom wissenschaftlichen Beirat Prof. Hennecke als typisch attestiert wird. Der Blick über die weite Ebene scheint weiter zu gehen als in Mitteleuropa, oft von einem leicht erhöhten Punkt über eine weitgedehnte abfallende Fläche bis hin zu den umgrenzenden Bergketten.

Die Versuchsreihe von T.h.e.o. mit verschiedenen Mischungsverhältnissen aus Speichel und Kekskrümeln eine mörtelfeste und auf allen Materialien unlösbar haftende Masse zu erreichen nähert sich ihrem erfolgreichen Abschluss. Klanglich bewundere ich wie das aus einem anfänglichen Gequengel sich ausweitende Geplärr wiederholt in ein zufriedenes Keksschabgeräusch übergeht.

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PGI Expeditionsbericht & Trivialnotizen | España del Norte | 18. bis 28. Sep 2015

Keine Postkarten! Keine Bilder.

Parque Natural Marismas de Santoña, Victoria y Joyel

Am letzten Volltag in Noja brechen der Abenteurer und die Berichterstattende noch zum ornithologischen Erkundungsgang im Gebiet rund um zwei Brakgewässer auf. Das Besucherzentrum ist eine kleine, nicht anders als pittoresk zu nennende, ehemalige Getreidemühle. Auf dem Weg befindet sich ein hölzerner Aussichtsturm, eine alte römische Brücke die als Teil des Jakobswegs errichtet wurde, der Blick geht über dicht bebuschtes weites Gebiet dass die beiden Brakseen umgibt, auf den Sandbänken stehen Mitglieder aus sämtlichen ortsansässigen Reiherfamilien, am Zufluss zu den beiden Seen Schilf. Im Besucherzentrum empfängt uns ein bärtiger Ornithologe, der uns begeistert im Obergeschoss mit den Ferngläsern verschiedene Vögel zeigt. Von ihm erfahren wir schlussendlich auch, dass es sich bei den kleinen weißen Reihern auf dem Vogelfelsen um afrikanische Zuwanderer handelt, die seit etwa 15 Jahren den Felsen besiedeln, und tagsüber auf der Nahrungssuche sämtliche Kuhweiden des Landes unsicher machen. Auf dem Rückweg können wir dieses Verhalten nochmals eingehend beobachten, vier cremefarbenen Kühen haben sich zwei der orangeschnäbeligen Reiher hinzugesellt und tänzeln den eher ruheliebenden Vertretern der Gattung Bovis vor den Schnauzen herum.

Ornithologische Notiz: Austernfischer (Haematopus ostralegus), diverse Reiher (Ardeidae), sehr dicke und graubauchige Blesshühner (Fulica atra), Haubentaucher (Podiceps cristatus), diverse Enten (Anatidae), ungesichtet aber vom Ornithologen der die Molina betreut als sehr einfach und oft zu sehen beschrieben: der Eisvogel (Alcedo atthis)! Seufz

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Rocket from the Crypt | 12.07.17 | Festsaal Kreuzberg

Damals, 2017 war das. Ich weiß es leider nicht mehr als ob es gestern wäre. Aber das Gefühl, an das erinnere ich mich noch als wäre ich genau dort, in diesem Augenblick, mit Rocket from the Crypt und all ihren Fans. In einem der die Tanzfläche umgebenden Sitzgruppen des Saloons. Habe selten härter gesessen. Der Gin Tonic vor mir leuchtet. In Bearleans Creek war das. Da wo es immer regnet, wenn wir hindurchziehen. Festsaal Kreuzberg. Der Schuppen, im wörtlichen Sinn des Wortes, in dem vorher das White Trash Fast Food war. Die Zeit und die Läden vergehen. Doch die Szene bleibt. Das Gefühl ist tief im Innersten verankert. Diese schiere Freude die sich aus der Energie von Rock’n'Roll . Punk . Garage . und Gebläse in einem einzigen Rauschgefühl entlädt. Draußen rollt das Tumbleweed zum langgezogenen Ruf des Kojoten, der aus dem Canyon mitten in der Stadt herüberweht. Und hier drinnen, da steht dieser mitteilsame nette Mann auf der Bühne, und unterhält die ganze Stadt. Zwischendurch macht er mit seinen Freunden Musik. War heiß die letzten Tage. Die Vergangenheit sirrt und verschwimmt wie die Landschaft die man hinter den erhitzten Luftschichten in Bodennähe flimmern sieht. Vielleicht war alles auch ganz anders …

Im Dunkel der Bühne entfaltet sich ein silbriges Glitzern dass sich kreisend bewegt. …

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PGI Expeditionsbericht & Trivialnotizen | España del Norte | 18. bis 28. Sep 2015

Keine Postkarten! Keine Bilder.

Picos de Europa

Wir durchqueren die hügelige Landschaft mit Panoramablick auf die Bucht von Santander. Bei einem kurzen Halt in einer Bar um eine Tortilla zu erstehen erkundigt sich der Institutsleiter betont beiläufig nach den weißen, von uns bisher noch nicht eigenständig identifizierten Vögeln, und wir erfahren dass es sich um Garzas handelt. Derweil schließe ich freudig fotografische Bekanntschaft mit drei auf einem gelben Fenstersims lagernden jungen Katzen, die mich mit weit aufgerissenen Augen durch spärlich wucherndes Unkraut anstarren.

Weiter durch Autobahnwetter zu den Picos de Europa. Beschließen zeitlich bedingt uns lediglich den Westen anzusehen, mit dem reizenden Städtchen Potes und dem Punto de Mirador: Fuente Dé [sic!].

Die Wolkenmassen verteilen sich weiter im Landesinneren langsam in ausgedehnten Tälern und schließlich trudeln wir bei Höhensonnenschein durch die Ausläufer der Picos de Europa. Erschüttert von den plötzlich zusammenrückenden nicht anders als massiv zu bezeichnenden scharfkantig verkarsteten Kalksteinmassen durch die sich die kurvenreiche Straße entlang eines glitzernd im Sonnenlicht funkelnden Bachlaufs windet, sind die Institutsmitglieder minutenlang still vor ehrfürchtigem Staunen, Schrecken, und dem dumpf pochenden Hintergedanken an 600 zu zahlenden Piepen, weil wir eine Versicherung des spanischen PGI-Leihmobils nicht für notwendig erachtet hatten. Unser Auto befindet sich meist beinahe in Tuchfühlung mit steil nach oben ragenden Gestein einerseits, und dem Abgrund zum Gebirgsbach andererseits. Steinschlagschilder wechseln mit »Achtung Käseräder«-Schildern und den von den Azoren bekannten Kuhmotiven. Wir sinnieren kurz darüber ob eine auf dem Dach gelandete Kuh wirklich ein zu meldender Schadensfall wäre, oder die Kuh aufgrund des immerzu wirkenden visuellen Absurditätsfilters nicht weiter auffallen würde.

Das Höhenlicht auf den sehr hellen steil aufragenden Felsen ist faszinierend, dieses unwirkliche Leuchten der Bergwände, Schattierungen wie von einer Art luminosen Schatten in der Luft. Die kleinen Orte auf der Schlängelstraße sind meist geradezu aufdringlich pittoresk, aus Stein und Holz, Seniorenschaften auf Bänken am Wegesrand, die Bänke so nah an der Straße, dass sie bei jedem vorbeifahrenden Auto die Füße einziehen müssen. Und das Ende, la Fuente Dé (was?!), begrüßt mit einer Kuhweide, schwebend ihre Kreise ziehenden Geiern in den Lüften, Krähen und Stelzen auf der Weide, cremefarbenen Kühen und einem nicht minder kalbgroßen cremefarbenen Hütehund.

Beim Einfahren nach Fuente Dé weise ich die Kollegen auf einen wahnwitzig auf einer Felskante gelegenen Hüttenbau hin. Wir entdecken wenige Augenblicke später dass es sich dabei um die Endstation der etwa 200 m über die Kuhweide führenden Seilbahn handelt. Die Bodenstation ist ein aufsehenerregend stilechter 50er Jahrebau in geschwungenen Formen und schiffsbugartigen Verrenkungen. Die Gondelfahrt hinauf wird kurzfristig abgeblasen (16 Piepen!). Im an den Ticketverkauf angeschlossenen Souvenirbereich gibt es keine Postkarten.

Die Sonneneinwirkung kann als intensiv bezeichnet werden, und schlägt Adlerauge Füten und der Berichterstattenden etwas auf den Erkundungsdrang. Nachdem wir einen beschaulich einladenden Waldweg folgen wollten, werden wir von den zwei knurrenden am schattigen Eingang verborgenen Hunden auf die Idee gebracht, doch lieber am Parkplatz auf der einen schattigen Banksitzgruppe zu verweilen, und die von einem motorlaufenden stehenden Reisebus sanft aufgelockerte Stille zu genießen. Der Institutsleiter bricht mit T.h.e.o. zu einem Erkundungsgang auf der Suche nach einer Ulme zur Kuhweide auf, aus der Ferne wirken sie wie in das Panorama hineingegossen. Almöhi, auf einen Wanderstock gestützt, bei einem Spaziergang über seine Weide mit seinem Junior, während über uns zusammen mit den Geiern ein einzelner nordspanischer Albatross Imagica in weiten Kreisen seine Bahnen zieht und seine majestätischen Schwingen von den Picos de Europa bis nach Noja zu reichen scheinen.

Auf dem Rückweg eine kurze Rast an einem eiskühlen plätschernden Gebirgsbach, mit Blutegeln oder Kaulquappen, und am schlammigen Ufertritt fingernagelkleine Frösche, die sich leider nicht fokussieren lassen, da zu klein. So wie sich die Reiher am sonnenaufgehenden Ebbestrand nicht fokussieren lassen, da immer noch zu fern.

Ornithologische Notiz: Stelzen, Kleiber, Gänsegeier oder Steinadler, Alpendohlen, Buchfinken

Nephologische Notiz: auf der Heimfahrt befindet sich über uns eine getüpfelte runde Wolkenausdehnung (Altocumulus floccus)

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PGI Expeditionsbericht & Trivialnotizen | España del Norte | 18. bis 28. Sep 2015

Keine Postkarten! Keine Bilder.

a las cuevas — el Pendo

Tags darauf ist für den ersten Teil der Wegstrecke zu den Picos de Europa der Besuch in der tatsächlich begehbaren Höhle el Pendo geplant. T.h.e.o. wird von dem als Papá?! bezeichneten Institutsmitglied aufgefordert schonmal seine Schuhe zu holen. T.h.e.o. bringt einen seiner Gummistiefel. Das als Papá?! bezeichnete Institutsmitglied fordert ihn auf seine anderen Schuhe zu bringen. T.h.e.o. kehrt mit dem zweiten seiner Gummistiefel zurück. Das als Papá?! bezeichnete Institutsmitglied erläutert T.h.e.o. Details zu den zu bringenden Schuhen. Die Sandalen, die kleinen Schuhe sollen es sein. Schon beim Blick in das verschmitzt und nur mühsam unterdrückte Lächeln im Gesicht hätte klar sein müssen was nun kommt. T.h.e.o. kehrt mit einem der Stiefel des Abenteurers zurück, dem größten Schuhwerk das in der Ferienwohnung zur Auswahl bereit stand. Es ist als humoristische Retourkutsche und keinesfalls als Erziehung im Affekt zu werten, dass T.h.e.o. im folgenden vom als Papá?! bezeichneten Institutsmitglied in beide Stiefel des Abenteurers versenkt wird.

Wieder geht es durch die Schlechtwetter-Regen- und Nebelzone Küstenautobahn, Wolken zwischen den Erhöhungen eingeklemmt, um schließlich wieder bei gutem Wetter, und nach einer als äußerst eng und kurvig zu bezeichnenden Straße die bei zwei der auf vier geschrumpften Teilnehmergruppe (der Abenteurer ist diesmal zu Hause geblieben, felsige Höhlen und Bergmassive sind nicht gerade das was sein Interesse weckt) polternd lachende und von Hohohooo-Ausrufen begleitete Freude hervorrufen. T.h.e.o. und das als Papá?! bezeichnete Institutsmitglied amüsieren sich prächtig. Dame C. a.k.a Adlerauge Füten und die Berichterstatterin erkunden derweil die Tiefen und vor allem Abgründe menschlicher Angst- und Beklemmungszustände.

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PGI Expeditionsbericht & Trivialnotizen | España del Norte | 18. bis 28. September

Keine Postkarten! Keine Bilder.

a las cuevas — Altamira Neocave

Nach einigen Tagen der Akklimatisierung beschließen wir schließlich bereit für Abenteuer, die härtere Anforderungen an uns stellen, zu sein. Früheres Aufstehen. Weitere Autofahrten mit T.h.e.o.16m. Der Ruf nach lalaa. Und das bei spanischer Musik. Und spanische Autobahnen mit ihren oft freimütig kurzfristig von einem Schild zur benachbarten Spur springenden Ortsangaben und Richtungswechseln, sowie den subtilen Methoden zur Verringerung der Geschwindigkeit in Form von in den Straßenbelag eingelassenen Metallrillen, die ein ratternd holpriges Geräusch unter den Reifen erzeugen.

Wir brechen nachmittags nach Altamira auf. Durch ein Versehen des Sekretariats des PGI wurde unser Besuch leider nicht angekündigt, so dass uns der Zugang zur tatsächlichen Höhle nicht gewährt wurde. Wir sind trotzdem zufrieden, eindrucks- und informationsgeflutet als wir die Neocave und das angeschlossene Museum wieder verlassen. Selbst unter der Decke des Nachbaus war schon ein Teil des schwer zu erfassenden ehrfurchtsvollen Zaubers, dass diese Zeichnungen vor 16000–11000 Jahren vor Christus von den Vorfahren unserer Altvorderen angefertigt wurden, spürbar. Ein kleiner Film zeigte kurz die Maltechnik in den einzelnen Schritten. Während der Eingangsfilm erstes Interesse über die historische Begebenheit der Entdeckung selbst weckte. Den nachfolgenden Wettlauf um die Entdeckung aller Höhlen mit steinzeitlichen Kunstzeugnissen. Die Besucherströme und Berichterstattung im schon ebenfalls weit zurückliegend scheinenden vergangenen Jahrhundert. Hervorzuheben ist der Fokus des Museums auf den Kunstgehalt der Zeichnungen und Malereien. Dem Museum ist auch ein Ausstellungsgebäude für zeitgenössische Kunst, die sich auf die steinzeitliche Kunst bezieht, angegliedert. Die Kunst von damals als ebenbürtige Beispiele künstlerischen Schaffens des Homo Sapiens zu den modernen Kunstwerken zu sehen, sie wissenschaftlich zu analysieren, und im Vergehen der Jahrtausende bis zu den neueren Malereien eine Abstrahierung der vormals sehr plastisch dargestellten Auerochsen und anderen Wildtieren festzuhalten. Chapeau!

Andere Bereiche des Museums widmen sich der musikalischen Kultur, unter anderem dem Steinxylophon, das durch verschieden lange Stalagmiten unterschiedliche Töne erzeugen kann, oder der »portable Art«, kleinen Objekten, die Schnitzereien oder gravierte Verzierungen aufweisen.

Beim Ausgang untersucht T.h.e.o. in bemerkenswert systematischen Vorgehen die gesamte Reihe der etwa 30 bodennah angebrachten Spindtüren. Jede wird unter viel Mühe geöffnet, begutachtet, und wieder geschlossen. Hin und wieder wird versucht anstelle des Ziehens am Schlüssel eine Öffnung der Tür zu erzwingen indem die Finger in den Spalt neben der Tür gezwängt werden. Doch diese Bemühungen scheitern leider jedesmal, so dass auf die konventionelle Öffnungsmethode zurückgegriffen werden muss.

Herr Walte ruft die Theokratie aus.

Zuvor gab T.h.e.o. im Souveniershop (sehr wenige Postkarten) ein weiteres Beispiel seines speziellen Humors. Unter Beobachtung des als Papá?! bezeichneten Institutsmitglieds wurden diverse Objekte in seiner Reichweite demonstrativ befingert, und dazu mehrmals die Lautfolge »neinneinnein« von sich gegeben.

Wieder draußen kommen wir nicht umhin zuzugeben, dass die Umgebung der Höhle selbst uns unerwartet getroffen hat. Flache Grashänge. Kaum Fels. Kaum Bäume. Und selbst wenn man sie sich in der Phantasie dazu denkt. Alles sehr offen. Und weit. Weit entfernt von der Vorstellung des Geländes um die Höhle die wir uns gemacht hatten … unter dem zeitentrücktem Klang von bimmelnden Kuhglocken, der von benachbarten Hügeln herüberweht, verlassen wir Altamira, nicht ohne noch einen wehmütig linsenden Blick durch ein Loch in der Holztür, die den Zugang zur echten Höhle verbarrikadiert, geworfen zu haben.

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… auf der Rückfahrt verwackeltes Bild das die famose Stimmung auf der Rückbank zeigt. Es wird geklatscht und geschunkelt, es wird alles getan, um T.h.e.o. bei Laune und wach zu halten…

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PGI Expeditionsbericht & Trivialnotizen | España del Norte | 18. bis 28. September

Keine Postkarten! Keine Bilder.

Aufregende nächtliche Beobachtung am Reiherfelsen

Nächtlicher Spaziergang mit dem Institutsleiter am Meer. Wasser wohltemperiert. Werden Zeugen eines ungewöhnlichen Hubschrauberschwebens über einem der Meeresfelsen. Zücken die Ferngläser. Ich werde gewahr wie hinter dem Felsen schräg nach links oben eine weißlich wabernde Säule aufsteigt. Weise Kollegen fragend darauf hin. Und in dem Moment erkenne ich es, und gleichzeitig bricht die Rauchsäule in einem wilden Flügelrausch in die Weite auseinander. Es ist die gesamte Reiherkolonie (vor allem Kuhreiher, Bubulcus ibis, vereinzelt auch darin verirrte Seidenreiher, Egretta garzetta, und hin und wieder eingestreute Kormorane, Phalacrocoracidae) des Felsens die vom Hubschrauber aufgeschreckt nun in auseinderstrebenden und sich wieder zusammenziehenden Schwarmwolken über den Nachthimmel kreist. Ein beeindruckendes Schauspiel, auch wenn die nächtliche Ruhestörung per se natürlich zu missbilligen ist.

Weitere Beobachtung des Hubschraubers zeigt ein Herablassen erst einer orangenen Person, dann einer Zweiten, und dann das Hinaufziehen beider. Eine Seenotrettungsübung. Auch wenn die während des Fortgangs der Beobachtung angestellten Mutmaßungen weitaus aufregender, geheimnisvoller und beängstigender waren, sind wir vom Gesehenen sehr aufgewühlt. Was für eine Beobachtung!

Weiter gen Westen zum Strandende, überqueren über einen enggestrüppumsäumten Sandpfad den grillenzirpenden Hügel, und blicken zur nächsten Bucht. Über das Zirpen erhebt sich ein höheres lauteres, klareres Geräusch, (nach heimischer Recherche im Vogelstimmenbuch wird der Bergpieper (Anthus Spinoletta) als Verursacher dieses Zirpens in Betracht gezogen, der ab Spätherbst auch im Tiefland … äh; Strandpieper (Anthus petrosus) wäre hinsichtlich des Habitats wahrscheinlicher, zu ihm finden sich aber keine ähnlich zirpenden Klangproben). Auf dem Rückweg entdeckt der Institutsleiter eine neue Spezies, mutmaßlich etwas quallenartiges, weißleichtrosaschimmerndes, das sich in der Brandung leicht bewegt. Nähere Untersuchung enthüllt dass es sich um eine halbe Zwiebel (Allium cepa) handelt.

Forscherglücklich kehren wir zu unseren Kollegen und dem galizischen Kräuterlikör (Ruavieja Licor de Hierbas) ins Basislager zurück.

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All them Witches | 15.10.16 | White Trаsh Fast Food

Berlin, Friedrichshain. Ist ja alles in Laufweite hier. Hr. Walte weist auf den Jahrzehnte alten Müffgeruch der aus U-Bahn-Tunneln steigt hin. Warschauer Brücke zufriedenstellend noch viel großartig grauschmutziger als in der Erinnerung. Möwen kreisen über der innerstädtischen Müllkippenbrache und den aufgegebenen Gleisgeländen als wäre alles am Meer.

Der neblige Dunst hoher Luftfeuchtigkeit verstärkt sich zur erinnernden Illusion man wäre wieder in Bansin oder Porto und blickt aus dem Fenster in morgenfarblosen Himmel. Doch Berlin Friedrichshain & Kreuzberg sind selbst an grauen Regentagen bunt und Straßenzüge voller wild gepflanztem Urwald an Baumscheiben wetteifern mit Balkonen die über und über mit Grün bestückt sind. Hängende Gärten. Farbrauschbunt bemalte Hauswände, Botschaften fürs Leben und für die Gesellschaft. Kreativer Konkurrenzdruck der hippalternativen Läden ist so groß dass sie sich in einem wilden Wettbewerb immer weiter übertrumpfen, was irgendwie ganz und gar großartig ist, aber auch knapp an der introvertierten Überlastungsgrenze an verarbeitbaren Eindrücken schrammt.

Zeit in einem trist gestalteten abgeschiedenen Park desensorisch zur Ruhe zu kommen, den man sich mit vereinzelten Grüppchen von gesellig geschäftigen Menschen teilt, und sich dann im behaglich stillem Hinterzimmer des New Deli Yoga mit einer Freundin zu treffen, bevor man in die allerorts gleich vertraute beruhigende Atmosphäre eines Raumes eintaucht der voller Menschen und Musikerwartung ist. Noch vertrauter wird’s dadurch dass die Staffage des in und aufwändig zusammengezimmerten White Trash Fast Food Restaurants wie auch des Konzertraums opulent an die verrückt überladene Gestaltung der Leipziger Bimbotown erinnert. Nur ohne sich bewegende Möbel.

… mehr graubunt

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PGI Expeditionsbericht & Trivialnotizen | España del Norte | 18. bis 28. September

Keine Postkarten! Keine Bilder.

Albatrosse!

Von einer Einzelerkundung in das östliche Wanderpfadgebiet kehrt der Institutsleiter aufgeregt zurück und erwähnt beiläufig er habe auf den Felsen Albatrosse, diese majestätischen Vögel der Meere, bei der Jagd beobachten können. Ich muss zugeben mir wurde nicht wenig weh ums Herz, dass mir diese Vögel bei meiner vorangegangenen, sehr aufs Botanische konzentrierten, Erkundung entgangen waren. Wir beschließen nochmals zusammen zu den Felsen zu gehen, doch tags darauf sind keine Albatrosse zu sehen. Sammeln dafür steinzeitlich hämmernd Gesteinsproben in den Felsen. Der Institutsleiter birgt unter anderem ein kleines porzellanbeigeweißes Stück Koralle und einen Stein auf dem drei längliche, abgebrochene Korallenstücke zu sehen sind, die im inneren vollständig durch Quarzkristalle morphologiert wurden. Äußerst bemerkenswert!

Abends beschließt die versammelte Institutsmannschaft aufgrund der aufsehenerregenden Sichtung das ohnehin reichlich vorhandene Wissen über Albatrosse (Diomedeidae) weiter zu vertiefen. Der Institutsleiter zitiert aus der einschlägig bekannten und fachlich meistgenutzten Wissensquelle Wikipedia. Wir vernehmen begeistert dass die Albatrosse der Familie der Röhrennasen (Procellariiformes) angehören. Zu dieser Familie gehören übrigens auch die von mir seit der Azorenreise sehr geliebten Gelbschnabel-Sturmtaucher (Calonectris diomedea), wie ich hier hocherfreut ob der unverhofften Wiederbegegnung anmerken darf. Weiter wird berichtet dass von den 21 Arten 17 in den südlichen Ozeanen vorkommen, drei im Nordpazifik und eine in den Tropen …

»… Albatrosse können Flügelspannweiten von über 3,5 Metern erreichen und übertreffen damit jede andere lebende Vogelart. Auch die kleinsten Vertreter der Familie haben noch Spannweiten von zwei Metern. Mit einem Gewicht von bis zu 12 Kilogramm gehören Albatrosse zu den schwersten flugfähigen Vögeln überhaupt.

Verbreitung und Lebensraum. Der Großteil der Arten lebt über den Ozeanen der Südhalbkugel. Dort kommen sie vor allem auf verschiedenen Inseln wie Falkland, Macquarieinsel, Crozetinseln, Prince-Edward-Inseln und Südgeorgien vor, daneben bilden sie vereinzelte Kolonien in der Antarktis. … Im Nordatlantik und seinen Nebenmeeren gibt es für gewöhnlich keine Albatrosse; … Stürme führen allerdings dazu, dass Albatrosse auch auf die Nordhalbkugel verschlagen werden. Da sie ohne Wind nicht flugfähig sind, können sie anschließend die äquatorialen Kalmen nicht mehr überqueren und verbleiben so oft mehrere Jahre auf der »falschen« Halbkugel. Zum Beispiel war ein Schwarzbrauenalbatros von 1972 bis 1987 alljährlich auf den Shetlandinseln zu sehen. … Albatrosse meiden normalerweise die Küstennähe, und das feste Land suchen sie ausschließlich zum Brüten auf. Sie können Tausende Kilometer weite Wanderungen unternehmen und sind somit auch fernab jeder Küste zu finden. Als Brutplätze dienen meistens kleine Inseln mit grasbewachsenen Hängen. Felsige Steilküsten bieten dagegen wegen der Start- und Landeschwierigkeiten ungeeignete Bedingungen für Albatrosse. …«

Ich möchte festhalten dass die Beobachtung des werten Kollegen durch diese Informationen keineswegs geschmälert oder sogar unwahrscheinlich wird. Im Gegenteil. Gerade durch die extreme Unwahrscheinlichkeit Albatrosse an einem Felsen der spanischen Nordküste zu beobachten, ist die Sichtung dieser imposanten Geschöpfe der Lüfte von noch fantastischerer, immens bemerkenswerter, Bedeutung!

Das Abendessen erfreut alle Teilnehmenden durch die pikante Pimientos de Padron-Lotterie. Erstaunlicherweise gelingt es Dame C mit Leichtigkeit aus den letzten vier Pimientos den Hauptgewinn zu ziehen. Zum Glück hält die Institutsapotheke für solche Gelegenheiten galizischen Kräuterlikör (Ruavieja, Licor de Hierbas) bereit.
Nächtens tummeln sich diverse Institutsmitglieder auf dem Strand, versuchen sich in unverwackelten Nachtaufnahmen, patschen durch das Wasser, lassen sich von plötzlich vereinzelt weiter heranrollenden Wellen die hochgekrempelten Hosenbeine benetzen und sind alles in allem quietschfidel, ausgelassen und munter, oder auch gerne verträumt und nachdenklich während sie in die weißbeschäumte Dunkelheit blicken.

Der Institutsleiter formuliert die These vom Tag- und vom Nachtstrand.

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