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Muse des Geistes, Verwalter der Wirklichkeit | Notiz #1

Erlebnisse aus der Lektüre von Musils Mann ohne Eigenschaften

Nach mehrtausendeseitigen Wort- und Absatzerlebnissen, immer weiter eingestimmt auf das Musilsche Wesen und immer empfindsamer für jede kleine Drehung, Windung und Spitze, zieht sich die Quintessenz der Musilschen absurdgenialitätischen humorüberfliehenden Welt Aus oder In einem wirr nur in Fragmenten angedeuteten, im Werden begriffenen Absatz, der sich an den nicht weniger wunderbaren doch ausgearbeiteten Absatz übers Für oder In etwas Leben anschließt. Dem Moment des Entstehens auf der Spur …

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Helge Schneider | 6.08.09 | Parkbühne

Auch dieser Artikel ist Teil der Initiative für kürzere Blogeinträge*. Nur Lästerer würden dahinter mangelnde Schreibinspiration vermuten. Dies ist, und das muss hier klar festgestellt werden, natürlich mitnichten der Fall. Vielmehr ist die Kürze dieses Eintrags Ausdruck großer innerer und gewonnener Kämpfe Zurückhaltung in der Wortmenge zu üben.

01 Der güldenste Moment. Helge plingt in heroisch entspannter Gelassenheit hinter dem Xylophon stehend, doch gleichzeitig geschmeidig die innere Bewegtheit nach Außen darstellend, aus diesem glockenhell reine und weiche Töne heraus, Klangschlegel und Mikrophon in der Hand haltend. Und im letzten Schlag fällt das Mikrophon aus der Hand auf mehrere Xylophonplatten und erzeugt mit diesen den interessantesten Krachteppich, auf dem man in einem progressives Rockzimmer an die Decke träumend liegen könnte.

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Digitale Malstunde für Plattenfreunde

Hach war der schulische Kunstunterricht damals schön. Es gab ein Thema, eine Aufgabe und schon konnte man sich angepornt ans Malen machen. Doch so ohne Vorgabe ist die hohe Kunst ein schwieriges Unterfangen.

Dieser Plattentests-Thread verbunden mit dieser Maloberfläche (Part 2) bieten dem Kreativen doch Blockierten eine erstaunliche Therapie … und auch für die, die nicht die Pixel schwingen wollen, Feierabendentspannung beim Wiedererkennen.

Meine Favouriten: die Radiohead mit dem gelben Kopf; Muse, Origin of Symmetry; Ostinato, Chasing the Form*

Meine nicht ganz so gelungenen aber erkennbaren ersten Versuche:

*Update: Die Black Earth ist auch absolut erhaben.

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Katechismensammlung für die hohe Zeit des Jahres | 1–3

#1 In Bewegung bleiben
Nur nicht besinnen. Bist Du ein Stubenhocker, koste dies zu anderen Jahreszeiten aus. Es muss ja etwas geben worauf man sich mit ganzem Herzen freuen kann: auf die ereignislose Zeit danach. Seufz.
> Di, 02.12, Schaubühne Lindenfels, Get Well Soon
> Fr, 05.12, Elipamanoke, Alex De Salvo (DJ), Gruppe Favorit (Surfband), Martin Hemmel (DJ). Ist das richtig so? Mehr Infos auf geschätzter Kollegenseite: sixtiessupreme

#2 Bleib wachsam. Schau Dich um. Finde Geschenke
Her er en Tip. Kjøper Kæsspætzlepressen. Kæsspætzlepressen er en variert verktøy. Den skal ikke feile i en husholdning.

Videre Muligheter å bruke Kæsspætzlepressen: Kæsspætzle pressen

#3 Whity in Honduras
Passage-Premium-Leser und Kommentarschreiber Whity ist gerade für ein Freiwilligenjahr in Honduras um noch viel lobenswerteres zu tun. Letzte Woche ging die Website, die er in diesem Jahr unter anderem betreuen wird online. Selten hat shoppen, ähm will sagen spenden, soviel Spaß gemacht. Zur Seite geht’s hier: MyGoodshop. Die, bedenkt man den Verwendungszweck, unverschämt und anklagenswert niedlichen und knuddligen Tierbildchen sind übrigens made by Whity. Küken und Ferkel, die ich aus vegetarischen Gewissensgründen nicht klicken kann. Nun soviel sei ihm verziehen.

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Typologie von Konzertbesuchern

Neben National Geographic ist Visions das zweite Abo das monatlich ins Haus flattert. Da ich mir dieses nicht selbst eingebrockt habe, fühle ich mich ihm weniger verpflichtet und kann manche Ausgaben mit ruhigem Gewissen ungelesen lassen. Nicht dass sich das Studieren nicht lohnen würde. Immer wenn ich sie in der Hand habe lese ich gerne darin. Und in der diesmonatigen Ausgabe habe ich zum Glück dieses Bild nicht verpasst. That’s Concert.

Nummer 8. Der Hit. Zum Wegtränen.

Und? Wer fehlt?

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Design der Sätze

Schöner Satz aus einem Artikel im SZ-Magazin:

Der Designwahn unserer Tage hängt damit zusammen, dass die Dinge und auch die Orte ihre Funktion verlieren – und sich in die Form retten.

Noch viel mehr schöne Sätze drin; ein sprachlich durch und durchdesignter Artikel.

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Zeit für Yip Yips

Urlaub haben ist toll – Hooolly-daiy. Endlich kann man sich wieder auf die schönen Dinge im Leben konzentrieren. Yipyipyipyip. Aufstehen, nicht wissen wie man den Tag füllen muss und dann Yip Yips gucken.

Ich könnt sterben, so herrlich liebevoll ist das gemacht, wenn sie hinter ihrer Unterlippe in Deckung gehen …

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Karmapolice Relaunch II

Es ist geschehen. Mit aufgefrischten Design startet Karmapolice ein neues wordpressbasiertes Leben. Leider ohne Ameisen.

Congratulations. Blog on Karmapolice!

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Cryptonomicon, Ameisenchoreografien und Schnattermaten

Neil Stephensons Cryptonomicon ist eine beständige Inspiration in der Wikipedia zu blättern. Es blinkt und glitzert in seiner Erzählung auf einer dem durchschnittlichen dicken Wälzer entsprechenden Seitenzahl ständig verführerisch von Menschen, Orten oder Dingen, von denen man bisher höchstens vage Kenntnis hatte, und von denen man vermutlich nie wirkliche Kenntnis besitzen wird, selbst wenn man sie relativ zum Vorkenntnisstand etwas vertieft haben sollte. Eine kleine, rasch wieder zuwehende Mulde in einer weiten Wüste.

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Wissenskrumen über Photonenwege im Netz

Als kleines Kind voller Fragen habe ich mir oft gewünscht alles was ich wissen möchte sofort auf der Stelle irgendwo in Erfahrung bringen zu können. Dass es tatsächlich so kommen wird, hätte ich natürlich nie geglaubt oder zu träumen gewagt. Und es erfüllt mich beständig innerlicher Jubel, wann immer ich mich ins Internet begebe und meist schon im Wiki soweit fündig werde, wie es mein nicht sehr tiefgehender und eher ungeduldiger Wissensdrang gerade noch verkraftet.

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Yannis Kontos | Photojournalist

National Geographic im Abo – ein Wettlauf mit der Zeit
Es ist mal wieder National Geographic-Zeit. Das Magazin, das in vielen Romanen die ich zu Schulzeiten gelesen habe eine ständige Kulissenpräsenz inne hatte, hat für mich dadurch eine nahezu mystische Aura des Großen und Monumentalen angenommen. Als dann ab 2000 die deutsche Ausgabe erschien nutzte ich die Möglichkeit endlich daran teilzuhaben und beziehe die gelben Heftchen seitdem im Abo. Ob National Geographic sich der Macht ihres Botschafters Stephen King bewußt ist (immer vorausgesetzt ich bin kein Einzelfall)?

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