Du befindest Dich im Archiv ... Sci(Fi)

Fotorunde ::: kennst Du die Farbe

Kommentar schreiben »

Botanisieren ::: kennst Du den Baum

(3) Kommentare »

on the fly ::: Schmetterlingshaus im botanischen Garten

Kommentar schreiben »

Septembexkursionen ::: no moor / Presseler Heidewaldmoorgebiet

»keine gewöhnliche Insel … ein Ort mit merkwürdigen Eigenschaften. Wer dort ankommt wandert allezeit allein durch Wald und Feld und trifft nie eine Menschenseele. In einer Mondnacht oder kurz vor einem Gewitter mag er gelegentlich ahnen, dass er Nachbarn hat. An den meisten Tagen aber erlebt es jeder Wanderer so, als sei er der Einzige. …«

»Seltsam war das – als kehrte ich an den Schauplatz eines früheren Lebens zurück. … Kann es sein dass ich als kleiner Junge hier war, zu jung, um zu wissen, wo ich bin, aber alt genug, um diese Bilder zu behalten? Die Bäume und das Moor hier, sogar der Himmel scheinen an irgendeiner versunkenen Erinnerung zu rütteln.«

(Kazuo Ishiguro, Der begrabene Riese)

… more no moor

(2) Kommentare »

Botanik am Wegesrand ::: nachtschattenbezaubert

»Der Name Nachtschatten (althochdeutsch nahtscato, mittelhochdeutsch nahtschade), der heute als Gattungsname der Solanum benutzt wird, bezeichnete ursprünglich nur die Art des Schwarzen Nachtschatten. Die Namensherkunft ist ungewiss, kann einerseits auf die schwarzen Beeren der Pflanze, andererseits auf die Wirkung der Pflanze (Schatten in der Bedeutung Schaden) zurückgeführt werden.«

(Zitat aus wikipedia)

… mehr Wegesrand

Kommentar schreiben »

Septembexkursionen ::: suedwald see sheep

Kommentar schreiben »

Fotorunde ::: alpine colour kvelder

»… doch was immer sie denken mochte, wenn sie es fasziniert beobachtete, hypnotisiert, als striche es mit seinen Silberfingern über irgendein versiegeltes Gefäß in ihrem Hirn, dessen Zerspringen sie mit Freude überfluten würde, sie hatte Glück gekannt … intensives Glück, und es versilberte die rauhen Wellen ein wenig leuchtender,

in dem Maße wie das Tageslicht schwand und das Blau aus dem Meer wich

… und die Verzückung sich in ihren Augen brach und Wellen reiner Freude über den Grund ihres Bewusstseins jagten und sie fand, Es ist genug! Es ist genug!«

(Virginia Woolf, der Leuchtturm)

… mehr schwindende Farbe

Kommentar schreiben »

hjemmehage ::: la vie en paprika

Kommentar schreiben »

watts ::: mit sich selbst sprechen

»… emergente Komplexität, wurde ihm klar. Das meint sie. Ein Neuron wusste nicht, ob es auf einen Geruch oder eine Sinfonie reagierte. Hirnzellen waren nicht intelligent — das waren nur Gehirne. Dabei bildeten Neuronen noch nicht einmal die unterste Ebene. Die Ursprünge des Denkens reichten tiefer, bis zu den Zeiten als noch kein vielzelliges Leben existiert hatte. Schon Kragengeißeltierchen kannten Neurotransmitter, Kaliumionenkanäle gab es bereits bei Monosiga. Ich bin eine Kolonie von Mikroben, die mit sich selbst spricht …«

(Peter Watts, Echopraxia)

Kommentar schreiben »

Pessoa–de Campos ::: wohl über Gülpe und Umgebung

»alles wie durch den Kinematographen eines Lichtspieltheaters von der Größe des Universums, in dem man wüsste, dass, tritt man nach Ende der Vorstellung auf die Straße, kein Haus da ist in das man zurückkehren könnte … wohl aber die absolute Nacht …

… Tiefe und religiöse Einsamkeit des unendlichen Universums, gewaltige Weite, nicht breit, nicht hoch, nicht lang, reiner Raum nur, der Raum dieses schwarzblauen und gestirnten Mysteriums, in dem die Erde ein Ding ist, und die Leben wie Barkassen an der Wasseroberfläche scheinen … Sonnenstrahlen, die durch das halboffene Fenster in das Zimmer des Landhauses fallen, Mittage auf verlassenen Tennen, späte Nächte für Begegnungen an anderen Ufern, macht unser natürliches Gelingen zu einer Ruhe, einem Umhang, und senkt euch über meine Seele … ihr schlummernden, brachen Fluren, ihr ruhig durch eine Unruhe fließenden Flüsse, ihr an Nachmittagen besuchten Parkanlagen, ihr Teiche der Landgüter, ihr Kamine in Herrenhäusern, und als hechelnder Atem schwarzer Seide die Stille der Nacht.«

(Fernando Pessoa/Àlvaro de Campos, mit gepackten Koffern, in: Poesie und Prosa)

Kommentar schreiben »

PGI Expeditionsbericht ::: Storchsternschwalbenvoll in Gülpe

Der Weg. Scheeler Blick auf Cirruswolken, verfliegen nächtens immer!, Göritz, Görtzke, Wörter gülpisieren, Backstein, grünes flaches Land, Wolkengespinste. Gülpe. Verwinkelt und gehegt, Katzen, linkerhand Bauernhof, Kindheitserinnersduft, rechts Sportplatz voller Skabiosen, in Bäumen über, unter und durch zwitschernde Jungrauchschwalben, Himmel von Rauchschwalbeneltern & Staren durchpflügt. Kühe, Kinder, Katzen, Zelt aufbauen, Gülpe erkunden, Kirchturm mit Storch, ohne Züffernblatt, zeitlos, dünne Katzen, Hühner, Tauben, immer noch Wolken, an die Havel, Kuhweiden, grüne Ruderalbekannte, Schafgarbe, Sauerampfer, Rainfarn, Ackerwinden, Vogelknöterich, und das bisher nur auf Bildern gesehene Gänsefingerkraut, nah am Fluss Nachtkerzen! Geruch vanillig/zimtig, später am Schilfpfad ein kleiner brauner Frosch, über der Havel weitere Rauchschwalben, im Schilf kleine mopsige stets hüpfende und springende Piepmätze die schwer fokussierbar und somit kaum bestimmbar sind, vielleicht Schilfrohrsänger, Informationstafel, Begrenzung auf muskelbetriebene Wasserfahrzeuge, außerdem hie und da ein Raubvogel in der Luft, zurück, am leeren Storchennest und am nicht leeren Biwakplatz vorbei, das worüber Gülpe nicht gerne spricht scheint harmlos, entzieht sich aber subtil der direkten Wahrnehmung, weitere pittoreske Häuser und Gehöfte, Zimmer voller Bücherregale, eine Bank mit Beinen aus geholzdrechselten Büchern, politische Graffitis vergessenen Inhalts, vorbei an der schwer trächtigen garfieldfarbenen Schmusekatze, zurück am Sportplatz zusammensuchen des wissenschaftlichen Instrumentariums und verlassen des Ortes gen Paray, die Dämmerung wird dunkler, leuchtende Nachtwolken, Tagvögel verstillen langsam, Fledermäuse auf Kollisionskurs, observativer Platz auf freiem Feld, warten auf Klarsicht, vorbeizüngelndes Fahrrad, Mars, Baum, Autos, Stille, plötzlicher rumsender Einschlag zwei Meter hinter uns, eine überflatternde Fledermaus, Beutetierfang?, wilde Bären?, hochschrecken, Taschenlampenblick, mehr und mehr Sterne werden sichtbar, kurze Polarstern-Desorientierung, es ist Wega aus der Leier, am Sternrad drehen, rotes Taschenlampenlicht, klamm, kalt, die Taschenlampe noch kälter, wenig erfolgreiche Fotodokumentationsversuche (Sterne sehr vergülpt), der Wagen wird endlich korrekt zugeordnet, Polarstern identifiziert, Kassiopeia, von Wega aus das Sommerdreieck aus Deneb und Atair, und mit jedem neuen immer verkühlteren Griff zur Sternscheibe neue Konstellationen gepaukt, der Adler schließlich viel besser als Rochen bezeichnet, Pegasus vielleicht, Herkules, Delphin, ein Teil des Schwans, immer wieder von vorne Uhrzeit einstellen, einsüden, anleuchten, orientieren, aufsagen, Wagen, Polarstern, Kassiopeia, Sommerdreieck, und irgendwann zumindest als feiner Schleier, die Milchstraße, und lang nachglühende, nachgülpende, Sternschnuppen … den Blick aus den Sternen aufsaugen, etwas in sich aufbewahren, erinnern an andere Sternenhimmel, irgendwann wirkt die Dämmerung, ein kurzer Kameragang aus dem Dorf, Muhen, Bauer mit Fütterungsbagger rumort, Nebel, über den Weiden, malerisch, verwunschen, wegnicken im Zelt, wach werden, ein vielstimmig brausender Vogelchor aus den Bäumen erwacht … und verstummt, rauskrabbeln, frühstücken, der Kollege berichtet vom Nebel über dem Fluss und zeigt Kormoranbilder, später Kormoranschwärme und beim Überfliegen fällt auf wie sie nur mit den Flügelspitzen leicht wippen, noch einmal an die Havel und durchs Dorf, Falter, Rauchschwalben auf den Dächern nur durchs Landen zu sehen, Katzen, die Sonne sticht mehr und mehr, Getränkevorräte verrinnen, Abschied vom Schilf, zu diversifizierende Wolkenformationen, Schleier, aber auch in den niedrigen farblos leuchtenden Wolkenbänken dunklere Areale, aufgeribbelt, getupft, verwischt, Halt am Gülpener See, Wildgänse, Wald, weiter, Badesee in Wassersuppe, grüner Schleimteppich (cyanobakteriell). Heimweg, gleißendem Wolkenhimmel, lentikulare Untertassen. Gülpifiziert. Reserveenergie verbraucht. Nachti Nachti!

… mehr Gülpe

(6) Kommentare »

m.o.n.d. ::: stellares Leuchten eines anderen Mondes

»… das grelle Gleißen der Neonlampe draußen das Schlafzimmer in ein kaltes, bläuliches Licht tauchte. Wie ein Wintermond. Oder irgendein anderer Mond. Das Licht hatte etwas Stellares, Fremdartiges, mit dem er sich wohl zu lernen gefühlt hatte.«

(Cormac McCarthy, kein Land für alte Männer)

Kommentar schreiben »

Wissenschaftsvokabular ::: visuell untersuchen

»… zuerst habe ich es visuell untersucht. – Du hast es dir angesehen … du könntest einfach sagen: ich habe es mir angesehen.«

(Andy Weir, Artemis)

Kommentar schreiben »

Trockenrunde ::: i want my water back …

I want my [water] back. I’m down here drowning … You got me on my knees praying for everything you lack.

(adapted from Saul Williams, list of demands)

… ins Trockental

Kommentar schreiben »

Stillleben & Blüten ::: phänomenologisches no-go der Kunst

Wider das Reizende in der Kunst …

»Die eine, recht niedrige, im Stillleben der Niederländer, wenn es sich dahin verirrt, daß die dargestellten Gegenstände Eßwaaren sind, die durch ihre täuschende Darstellung nothwendig den Appetit darauf erregen, welches eben eine Aufregung des Willens ist, die jeder ästhetischen Kontemplation des Gegenstandes ein Ende macht. Gemaltes Obst ist noch zulässig, da es als weitere Entwickelung der Blume und durch Form und Farbe als ein schönes Naturprodukt sich darbietet, ohne daß man geradezu genöthigt ist, an seine Eßbarkeit zu denken; aber leider finden wir oft, mit täuschender Natürlichkeit, aufgetischte und zubereitete Speisen, Austern, Heringe, Seekrebse, Butterbrod, Bier, Wein u. s. w., was ganz verwerflich ist.«

(Arthur Schopenhauer, die Welt als Wille und Vorstellung,
in: Michel Houellebecq, in Schopenhauers Gegenwart)

Kommentar schreiben »