5. July 19
· Autor: admini · Kategorie: Konzerte
Abays Postband Razz ist diesmal Vorband. Sehr vernünftiger 00-Jahre-Retro, Reminiszenzen an Interpol et al.
Die erwartende Spannung. Das Publikum in der Zwischenpause ist trotz alles belegender Hitze hibbelig, die eine Hälfte hüpft immer mal wieder auf und ab, die andere wippt mit einem Bein. Und irgendwann ist es soweit, Bloc Party in halber damaliger Besetzung, neuen, vermutlich nicht mehr ganz neuen Bassisten und Schlagzeugerin betreten die Bühne. Beginnen mit einem der ruhigeren Lieder, unklar ob der Sound sich noch einspielen muss, oder nein, oder doch, Änderungen an den Arrangements vorgenommen wurden. Hie und da Abzweigungen in der history lane genommen werden. Hr. Walte berichtet aus späterem Forenstudium von der überzeugenden Vermutung das Album sei rückläufig abgespielt worden. So beginnen wir mit two more years, treiben über little thoughts und compliments* weiter zurück, und immer weiter zurück und entdecken das nie Vergessene neu. Die übereinander und oftmals auf so schwer nachvollziehbare Weise ineinandergehenden Layers der Songs treiben durch die mit Mückenspray durchsetzte Sirupluft wie verlangsamt auf einen zu, während einen das Grün der umstehenden Bäume umringt, und den Blick immer mal wieder abfängt. Und man kann sich eine Weile vollauf damit beschäftigen diesen so speziellen Bloc Party-Effekt auszuloten, den man immer unbewusst mitfühlt, wann immer man an ihre Musik denkt, aber live nochmal neu, unmittelbar und intensiv wahrnimmt, und die besondere Schönheit ihrer Musik ausmacht.
Die verschiedenen Lagen sind durchsichtig, die Songs haben immer, bei allen harten Einschlägen und Schrammen, etwas darüber und darunter und alles umgebendes schwebend Ätherisches, durch das der besondere Drive von Bloc Party gleitend hindurchmanövriert, die Beschleunigung zwischen vollkommener Ruhe und Geschwindigkeit, Brüche, Abruptheit, sie mögen sich direkt aus dem Herzschlag und Lebensgefühl von Kele Okereke speisen. In ihm und den Liedern von Bloc Party scheint eine nahezu Gleichzeitigkeit an unterschiedlichen Stimmungen zu existieren. Ein stetes Flimmern zwischen Hektik und Ruhe. Silent & Alarm.
» Weiterlesen
1. July 19
· Autor: admini · Kategorie: Bücherregal, Zitatsammlung, botanie
»… var det med en mild og ikke uvennlig nervøsitet i kroppen, ja, jeg følte meg lett og fin der jeg gikk, det var noe med solen som skinte, livet i gatene rundt meg … sa jeg at det vokste lange gresstrå i enden av asfalten og … noen nakne små fjellknauser mellom husene, det knyttet byen an til de ville fjellene rundt, og til havnet nedenfor, … at byen var en del av landskapet, ikke var noen eget …. sendte en strøm av gode følelser gjennom meg. Regnet falt overalt, solen skinte overalt, alt hang sammen med alt.«
(Karl Ove Knausgård, Min Kamp 5)
30. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Fotorunde, Leipzig, PGI, birds!, botanie, insects!
29. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Bücherregal, Zitatsammlung
»Trotz des unerklärten Geheimnisses der Natur, betreibt der Mensch seine Studien immer noch mit Zuversicht, immer bereit, das Geheimnis zu packen, als wäre die Wahrheit bloß enthalten und nicht vorenthalten – wie einer der drei Ringe an der Kokosnuss so weich ist, dass man ihn mit einem Dorn durchstoßen kann, und der Reisende dankbar ist für die dicke Schale, die so sicher die Flüssigkeit barg.«
(Henry D. Thoreau, Tagebuch II)
16. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Bücherregal, Zitatsammlung
»doch Hilta kicherte wie jemand, der gründlich über die Welt nachgedacht und den Witz darin gesehen hatte.«
(Terry Pratchett, Erbe des Zauberers)
15. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Fotorunde, Leipzig, PGI
8. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Fotorunde, Leipzig, PGI, birds!, botanie, insects!
7. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Bücherregal, PGI, Zitatsammlung
»der Wald von Ajer Manteior bot mir so viel Interessantes, dass ich nicht das Bedürfnis verspürte, mich weit vom Haus zu entfernen.«
(Odoardo Beccari, Entdecker der Titanwurz in: Stefano Mancuso, aus Liebe zu den Pflanzen)
4. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Fotorunde, Leipzig, PGI, birds!, botanie, insects!
3. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Bücherregal, Zitatsammlung
am Vorabend »einer nie stattfindenden Reise. Muss man zumindest muss keine Koffer packen, noch auf Papier Pläne machen, die unfreiwillig einhergehen mit Vergesslichkeit, für den noch freien Teil des folgenden Tages.
Man muss nichts tun am Vorabend einer nie stattfindenden Reise.
Große Ruhe, da es nicht einmal mehr etwas gibt, weshalb man ruhig werden müsste! … Große Gelassenheit, … da zu allem Überdruss, der Überdruss vergangen ist, und man entschlossen das Nichts erreicht hat. Große Freude, da man nicht fröhlich sein muss wie eine verkehrte Gelegenheit.«
(Fernando Pessoa/Àlvaro de Campos, am Vorabend, in: Poesie und Prosa)
3. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Fotorunde, Leipzig, PGI, birds!, botanie, insects!
3. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Fotorunde, Leipzig, PGI, botanie
1. June 19
· Autor: admini · Kategorie: Fotorunde, Leipzig, PGI, Regensburg und so, botanie
31. May 19
· Autor: admini · Kategorie: Bücherregal, Konzerte
Jetzt, gerade damals spielt eine psychodelic Rock Band in den 70ern, die alle Klänge des immer ferneren Ostens gierend aufnimmt bis sie in der Sonne Kaliforniens verweilt, und hier, gerade hier, hören wir diese Musik durch all die Jahrzehnte hindurch, sie kommt auf uns zu und klingt durch akustische Verschiebungen über diese lange zeitliche Distanz verzerrt und gekrümmt an uns heran. Das Publikum ist weitaus bunter als gewöhnlich, und vielleicht auch als damals. Lockerer. Wilder. Entspannter. Lebendiger. Diese besonders tief quietschigen Klänge aus den Tasten sind schiefer und verzückender. Ein aufgeräumter Rasselständer neben dem zweiten Trommler ordentlicher. Der Lauf der Melodie auf der Saz komplizierter und verschränkter. Und das erste Lied der Zugabe wie ein zusätzlicher Fehler im Raumzeitkontinuum, erinnert an sphärisch verklärte Musik aus dem Norden. Und dann tänzelt die Musik wieder in Richtung Mittelmeer und schrammenden Postrock, nur ein wenig, beschleunigt, verzerrt sich dadurch noch ein Stückchen mehr, und das Herz ist genau darin. Genau darin ist das Herz.*
» Weiterlesen