thoreauvian ::: unerschöpflichen Gebrauch vom Leben

»Gewöhnlich machen wir sparsamen Gebrauch vom Leben, wir haushalten mit ihm, als wäre es knapp und lassen Vorsicht walten, doch gelegentlich sehen wir, wie groß und unerschöpflich der Vorrat ist, von dem wir so knausrig nehmen. – und wir lernen dass wir nicht vorsichtig zu sein brauchen – dass wir verschwenderisch sein können, und alle Unkosten werden beglichen.«

(Henry D. Thoreau, Tagebuch II)

Sechzehn Stieglitze stieben durch die Luft, und eine Zitatwelle schwemmt mich klatschblau ans Ufer, trägt mich vom Gewöhnlichen durch die Nacht das dadurch ungewöhnlich wird, und zu mondhell beschienenen Herbstklatschblattpappeln.

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Werbeliner ::: m.o.n.d. exp.

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Mondnacht mit Schleierwolken und Bändern, Wind weich und noch nicht schneidend kalt. Blätter rascheln. Sachtes Anklatschen silbriger Wellen. Nachtentenquaken. Erschrockene Radnetzspinnen im Rotlicht. Eine Fledermaus vor dem Mond. Ein Igel quert unseren Weg, und mumpfelt sich ins Gebüsch. Fluchen und Murmeln über dem Einstellen der Sternenkarten. Neolithische Kunst an Bohlen. Eine kleine schwarze gemalte Spinne, ein erschrockenes Gesicht, und vor diesem, ein Netz mit sehr realer Spinne von Legionen. Eine Assel. … und genau in Richtung des Weges tanzt eine Sternschnuppe nieder, so langsam schwebend wie eine Papierlaterne, und verglüht in einem zirkularen Strahlen. Nicht dieser blitzkurze Streif am Firmament, sondern ein langgezogener Moment über den Grashügeln.

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knausgård ::: kvelden skilles detaljer

»alle lysene … bli tydligere … etter som kvelden falt … jeg var fylt med en stille jubel, det var akkurat dette jeg elsket mest av alt, det vanlige og kjente, motorvei, bensinstasjon, kafeteria, som likevel ikke var kjent, overalt var detaljer som skilte seg fra dem jeg var vant med.«

(Karl Ove Knausgård, Min Kamp 5)

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woolf ::: m.o.n.d. : klatschblau :: herbstbäume

»Die Herbstbäume leuchten im gelben Mondlicht, im Licht der Erntemonde, dem Licht das harte Arbeit milde überglänzt und glättend über Stoppeln streicht und die Welle klatschblau ans Ufer trägt …

… dann, da sie müde war, war sie, während ihr Inneres sich immer noch mit dem Meer senkte und hob, der Geschmack und der Geruch den Orte nach langer Abwesenheit an sich haben, sie gefangenhielten, die Kerzen in ihren Augen flackerten, sich selbst entglitten und untergegangen. Es war eine herrliche Nacht, sternklar; die Wellen rauschten, … der Mond überraschte sie, riesig, bleich …«

(Virginia Woolf, der Leuchturm)

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thoreauvian ::: schatten weiter in die wiesen

»Betrachtet das Phänomen des Morgens – oder des Abends – und ihr werdet sagen dass sich die Natur durch eine ewige Ausübung selbst vervollkommnet hat – Der Abend schleicht über die Felder – Die Sterne kommen, um in abgelegenen Wassern zu baden. Die Schatten der Bäume kriechen weiter und weiter in die Wiesen. Und eine Unzahl anderer Erscheinungen.«

(Henry D. Thoreau, Tagebuch II)

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Pessoa–de Campos ::: Vorabend innerer Reise – free-in

»Seit wievielen Monaten schon lebe ich das vegetative Leben des Gedankens! Tag um Tag sine linea … Ruhe, ja innere Ruhe … wie erholsam nach so vielen Reisen, körperlichen und geistigen! Welch ein Vermögen auf geschlossene Koffer zu schauen wie auf nichts! Schlummere Seele schlummere, nutze die Gelegenheit … Dir bleibt nicht viel Zeit! … es ist der Vorabend einer nie stattfindenden Reise! …«

(Fernando Pessoa/Àlvaro de Campos, Poesie und Prosa)

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streumen ::: sich federn weben

»… war himmel, war boden, wir beide darauf, dazwischen flogen die vögel im schwarm, hoben auf, was uns festhielt, und senkten sich wieder, … wob jeder an maschen aus eigenen federn, zog seinen teil eines netztes herauf, zu schützen uns vorm fall in den himmel der dunkelgrau war, weit weg und so starr …«

(Ulrike Almut Sandig, Streumen)

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Werbeliner ::: norsk am sjøen

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Fotorunde ::: bekoedert

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Sounds & Sights Jahrtausenfeld ::: Zirpen- & Maskentanz

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pratchett ::: sich in flora und fauna kennen

Granny gibt ein Sprichwort mit einem Nilpferd zum Besten. Esk will wissen was das ist. »Nilpferd? – eine Art Dachs, sagte Granny. Man gelangte nicht in den Ruf, sich in Flora und Fauna bestens auszukennen, wenn man Wissenslücken eingestand.«

(Terry Pratchett, Licht der Phantasie)

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Fotorunde ::: botanisieren am Wegesrand im August

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Fotorunde ::: Regenwald

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pratchett ::: überseele des waldes

»… menschlichen Bewusstseinen fehlte die klare und deutliche Ausprägung tierischer Gedankensphären und angesichts der Überseele des Waldes war eine unvorbereitete Suche ebenso erfolgsversprechend wie das Bemühen während eines heftigen Gewitters dem Donnern eines Wasserfalls zu lauschen.«

(Terry Pratchett, Licht der Phantasie)

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Fotorunde ::: out for the mould

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