Wissenschaftsvokabular ::: visuell untersuchen

»… zuerst habe ich es visuell untersucht. – Du hast es dir angesehen … du könntest einfach sagen: ich habe es mir angesehen.«

(Andy Weir, Artemis)

Kommentar schreiben »

Trockenrunde ::: i want my water back …

I want my [water] back. I’m down here drowning … You got me on my knees praying for everything you lack.

(adapted from Saul Williams, list of demands)

… ins Trockental

Kommentar schreiben »

aphoristische Begegnung ::: Buddhismus/bedrohlich

… Kontemplation gehört zum Gefährlichsten was abendländischen Gesellschaften geschehen kann.

»Die ruhige von aller Reflexion und Begierde losgelöste Betrachtung der Dinge in ihrer Gesamtheit: das ist die so simple wie ganz und gar eigenständige Ästhetik Schopenhauers, die von der Klassik letztlich ebenso weit entfernt ist, wie von der Romantik. Eine solche Konzeption ist kein genuiner Teil der abendländischen Kultur, und man kann sie als ein erstes Anzeichen dafür werten, dass Schopenhauer sich dem ›tiefsten Gedanken‹ annähert, der in Nietzsches Worten dazu führte, dass ›Europa von einem neuen Buddhismus bedroht scheint.‹«

(Michel Houellebecq, in Schopenhauers Gegenwart)

Kommentar schreiben »

Stillleben & Blüten ::: phänomenologisches no-go der Kunst

Wider das Reizende in der Kunst …

»Die eine, recht niedrige, im Stillleben der Niederländer, wenn es sich dahin verirrt, daß die dargestellten Gegenstände Eßwaaren sind, die durch ihre täuschende Darstellung nothwendig den Appetit darauf erregen, welches eben eine Aufregung des Willens ist, die jeder ästhetischen Kontemplation des Gegenstandes ein Ende macht. Gemaltes Obst ist noch zulässig, da es als weitere Entwickelung der Blume und durch Form und Farbe als ein schönes Naturprodukt sich darbietet, ohne daß man geradezu genöthigt ist, an seine Eßbarkeit zu denken; aber leider finden wir oft, mit täuschender Natürlichkeit, aufgetischte und zubereitete Speisen, Austern, Heringe, Seekrebse, Butterbrod, Bier, Wein u. s. w., was ganz verwerflich ist.«

(Arthur Schopenhauer, die Welt als Wille und Vorstellung,
in: Michel Houellebecq, in Schopenhauers Gegenwart)

Kommentar schreiben »

Traumthesen ::: verändern, ohne Vorwarnung verschwinden, zufällig zusammensetzen & auflösen

»Fast jede Nacht unseres Lebens durchlaufen wir eine erstaunliche Metamorphose. Unser Gehirn verändert sein Verhalten und seine Bestimmung grundlegend. Es fährt unser Bewusstsein herunter. … Wir schlafen. … Träumen sei ein psychotischer Zustand … wir glauben fest daran dass wir etwas sehen, das nicht da ist. Wir akzeptieren dass Zeit, Ort und sogar Menschen sich verwandeln und ohne Vorwarnung verschwinden können. … Träume entstünden aus dem chaotischen Feuern der Neuronen und hätten, selbst wenn sie voller Emotionen sind, keine Bedeutung. Erst wenn wir aufwachen, setzt das bewusste Gehirn auf der Suche nach Bedeutung aus Einzelteilen rasch ein zufälliges Ganzes zusammen … [vs] … Träumen ist Teil eines gewachsenen Mechanismus … mit dessen Hilfe werden die umfassende Bedeutung neuer Informationen und deren künftige Nützlichkeit eingeschätzt. … im Gehirn während des REM-Schlafs nicht mehr die Regionen der Logik und Impuls-Kontrolle das Zepter führen. Die Produktion zweier Chemikalien, Serotonin und Noradrenalin, wird blockiert. Beide sind wichtige Neurotransmitter, durch die die Zellen kommunizieren. Ohne sie ist unsere Fähigkeit zu lernen und zu erinnern stark beeinträchtigt – wir befinden uns in einem chemisch veränderten Bewusstseinszustand. Doch es ist kein komagleicher Zustand wie im Tiefschlaf. Unser Gehirn ist sehr aktiv und schluckt ebensoviel Energie wie im Wachzustand. … wenn wir natürlich schlafen, also ohne Wecker, beendet der letzte Traum oft unseren Schlaf. … wenn Licht durch unsere Augenlider die Retina berührt, wir ein Signal an eine tiefe Hirnregion gesendet, den Nucleus suprachiasmaticus. Das ist bei vielen Menschen der Zeitpunkt, an dem sich der letzte Traum auflöst. Sie öffnen die Augen und befinden sich wieder im wirklichen Leben.«

(Michael Finkel, Der gute Schlaf, in: NG 18/08)

Kommentar schreiben »

gehirn ::: sich selbst aktivieren

»Wenn wir wach sind, ist das Gehirn voll beschäftigt – es muss diese vielen Gliedmaßen kontrollieren, ständig irgendwohin fahren, einkaufen und simsen und sprechen, Geld verdienen, Kinder erziehen.«

… na und, und mein träumendes Gehirn ist wohl nicht voll beschäftigt?

»Doch wenn wir schlafen und in die REM-Phasen eintreten, kann dieses raffinierteste und komplexeste Werkzeug der Welt endlich tun, was ihm gefällt. Das Gehirn aktiviert sich selbst. Es träumt.«

(Michael Finkel, Der gute Schlaf, in: NG 18/08)

Kommentar schreiben »

PGI ::: Meteorologische Studien | Trunken vor lauter Wolken

Kommentar schreiben »

Pessoa–de Campos ::: Trunken vor lauter Straße

»[] und alles geht
Zu auf die lichterfüllte Stunde, in der die Läden ihre Lider senken …
die Straße schlendert in mir entlang während ich für mich die Straße entlangschlendere …
Alles Spiegel, die Läden hier in den Läden dort …
Der Boden in der Luft die Sonne unter den Füßen Straße Berieseln Blumen im Korb Straße.«

Sowohl Satzzeichen als auch Verben und andere zu Sinn verbindende Wörter werden überbewertet, und sind gerade um Zenit Uhr an einem sommerheißen Tag verständlicherweise als erstes über Bord zu kippen. Es verbleiben, mehr als genug, zu Sinn unverbundene Wörter, die der von Wärme durchschmolzene unbeholfene Geist wabernd, leicht und unvermittelt erfassen kann.

»Trunken vor lauter Straße und vor Alles-zugleich-fühlen-sehen-Hören. Schläfenpochen vom Hierherkommen und zugleich Dorthingehen, []«

(Fernando Pessoa/Àlvaro de Campos, Vom Vergehen der Stunden, in: Poesie und Prosa)

Kommentar schreiben »

Pessoa–de Campos ::: stehender Goldstaub am Saum der Sichtbarkeit

»Klarer Fanfarenklang des Morgens hinten, am kalten Halbkreis des Horizonts, zarter Fanfarenklang, fern wie ungewisse Fahnen, entfaltet jenseits sichtbarer Farben … stehender Staub, dort wo die Nacht endet, stehender Goldstaub am Saum der Sichtbarkeit …«

(Fernando Pessoa/Àlvaro de Campos, Vom Vergehen der Stunden, in: Poesie und Prosa)

Kommentar schreiben »

PGI Expeditionsbericht ::: mondsichtig

Acht Wochen Trockenheit, am Abend der Mondfinsternis Wolkenbruch um 19:00. Hoffnung und Zuversicht hochhalten, es war ohnehin viel zu warm. Ha, es klart auf!

Vorabend, auf Mondsuche, ein anderes interessantes Himmelsphänomen lenkt ab, am Gegenhorizont ist eine Spiegelung der Sonne zu sehen, habe ich davon nicht schon einmal gelesen, wie hieß das doch gleich, … huch, ahahaaa, das ist Er ja, der Mond! Ja, das sieht nach hervorragenden Bedingungen aus! Glasklar steht er am Himmel. Wie durchsichtig. Wie … Wie … Wie gerade noch erahnbar! Das lässt Großes für Morgen hoffen!

Der Weg zum Beobachtungsplatz. Die gegenüberliegende Flussseite, malerisch in Dunst und Abendfarben getaucht, immerhin hierfür wird sich das Verlassen der Wohnung gelohnt haben.

PGI am Palmengarten in der Mondnacht. Mücken. Wehrlosigkeit beim Halten von Langzeitbelichtungen. Flusskrokodile. Der Fluss wie Morast, ein Sumpf, Geruch wie am Meer, modrig, Seemonster werden heraufbeschworen. Musikmarodierende Jugendliche ziehen durch die nächtliche Parklandschaft. Wie gestern zeigt sich der Mond wiederum so klar konturiert und umrissen, überdeutlich klar prangt er am Himmel, so …, so …, so transparent! Nur keine Enttäuschung anmerken lassen. Ereignissen von astronomischer Größe kann mit ausreichend Phantasiewillen immer angemessene würde- wie weihevolle Aufmerksamkeit gezollt werden. Mag er auch so gut wie vollkommen verborgen in nicht direkt als Masse erkennbaren, sondern nur indirekt dadurch dass sie den Mond diffus verschleiern, Wolken sein, nur leicht rosa getönt, ein Schimmern, aber die ganze Szenerie, überhaupt nach einem Regenschauer abends hier im Park, wenige Mitmondsichtige die sich auch den Palmengarten oder oben die Brücke als Beobachtungsplatz ausgesucht haben, das ist doch schon etwas aus dem Alltag Enthebendes! So witzeln wir nur kurz, dann hätten wir ihn ja nun gesehen, und können wieder gehen, und schlagen unser Beobachtungscamp auf den Stufen auf.

Es wird dunkler, der verfinsterte Schattenmond sichtbarer. Und unter dem marsscheinendem Mond der eigentliche, von Sandstürmen noch lichter angefachte Mars, wie an einem Pendel unter ihm schwingend.

Es wird dunkler, und der Mond kontrastreicher, irgendwann stippt er mehr und mehr aus den niedriger liegenden Wolken heraus, und zeigt sein marsrot verdunkeltes Selbst, der Kollege weist darauf hin, es wäre beinahe als wäre nun der Mars unser erdnaher Trabant, der inzwischen auch als leuchtend rot strahlender Punkt wie an einem ausschwingenden Pendel unter dem Mond hängend zu sehen ist. Der Kollege referiert weiter über die dort gerade tobenden Sandstürme. Die ISS quert den Himmel. Vor dem Marsaufgang noch ist weiter rechts Jupiter als buttrig leuchtende Kugel am Himmel zu sehen. Wirkungen auf frühere Menschen, ohne den Schutz der erklärenden Wissenschaft werden nachempfunden, und so relativ schnell zeigt sich nun doch das Verlassen des Mondes aus dem Erdkernschatten, dass auch klar ist, wie wirkungsvoll und zwingend logisch die entsprechenden Opfergaben erschienen sein müssen.

Verzweiflungserfahrungen mit den Kameras, nicht anspringender manueller Fokus, oder wenn er beim einen anspringt, findet man aufgrund mangelnder Lichtstärke des zu dunklen Mondes keinen Ansatzpunkt, als mein manueller Fokus endlich aktiviert, ist der Bildschirm so bunt rot schwarz blau kriselnd, und der Mond erscheint, so man ihn findet, als einzige Pixelkugel — in Wahnsinn getauchtes Auflachen — dass eine Scharfstellung vollkommen unmöglich ist. Dafür Freude an zufällig zu interessanten Bildern geglückten Verwacklungen.

Und dann der großartige und weitere Albernheiten und Witzeleien, überreizten Wahnsinn generierende Moment, als die Sonne einen sichelförmigen Teil des Mondes wieder direkt berührt …

… unglaublich wie hell, strahlend, dieses Licht, und so ist er normalerweise immer? Schon während der Kernschatten wohl nicht mehr auf ihn fiel, die Nuancen in denen sich die Mondfarbe wandelt, seine kontrastgebenden Strukturen wieder klarer werden, er nicht mehr wie eine verschwommene Nuss, Keks, oder Mikrobe am Himmel aussieht, durchaus zauberhaft. Eine Weile schimmert er wie cremiges Perlmutt. …

… und nun die Sichel, und der Kollege ruft, er sieht aus wie ein am Himmel hängender Augapfel! Wir ticken kurz vollkommen aus aufgrund dieser so großartig plastischen und vor allem das zu Sehende exakt und treffend beschreibenden Eingebung. Da hängt ein riesiger Augapfel am Himmel und glotzt! Mit blutversorgender Äderung und allem.

Und was nun aber auch immer klarer wird, man sieht es wirklich, die Dimension dessen was man eigentlich sieht, wie der Schatten der Erde nicht mehr vollkommen auf den Mond trifft, wie sich der Mond langsam daraus heraus schiebt, man sieht und begreift wirklich: es ist der Erdschatten. Wann wirft man schonmal so einen großen Schatten auf irgendwas? Wir, die Erde. Und später als nur noch ein kleines Stückchen vom Schatten herausgenagt ist, die Überlegung, wer ist denn das jetzt noch? Asien? China? Versuchen wieder Erde, Konstellation, Sonne und Mond in unserem Gehirn als Modell entstehen zu lassen, und es ist beinahe unmöglich, nur verschwommen möglich, die Dimensionen sind zu groß, als dass das Modell im Gehirn aufgebaut und gehalten werden könnte.

Begleitend die Freude dass man aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht mehr geglaubt hätte das Spektakel so berauschend sehen zu können. Acht Wochen Trockenheit und in dieser Nacht Wolkenbruch! Doch dadurch auch so viel stimmungsvoller, mythischer, mystischer, zumal das Wehr draculesk unter Mond und Mars illuminiert ist.

Und dann sieht Hr. Görlt die wieder leuchtende Sichel mit Strahleneffekt, und ich gebe meiner Beobachtung Raum dass ich mit Brille zwar nicht randscharf sehe, aber die Sichel als Form doch nur leicht versetzt durch all die h2o-Moleküle über sich selbst hinaus zu strahlen scheint, doch ohne Brille, wie ein Star Trek Emblem, die Sichel ist mehrmals versetzt übereinander gepatcht, mindestens fünf- bis sechsmal, schade dass die Kamera nicht so sehen kann, wie man selbst. Dafür fotografiere ich derweil Zini-Monde, und vollkommen verworrene Blupse.

Unser Mond wird wieder heller und heller, so hell wie sonst, aber im Vergleich zu den vergangene Stunden wirkt er so hell leuchtend wie nie, und seine Farbe nicht silbrig wie sonst, sondern sonnengelblich, man sieht und staunt, ganz rechts noch ein winziger Hauch von Schatten, nicht einmal mehr scharf umrissen, es ist, als hätte man den Mond noch nie gesehen. Erde und Luft nachtkühl und voll tauer Feuchtigkeit, die Nacht zwar nicht wirklich dunkel, aber doch nachtblau, und über den beiden Bäumen so malerisch, übernatürlich der wieder erleuchtete Mond und sein »kleiner« Kompagnon der Mars, wie eine Erinnerung an die Mondfarbe der vergangenen Stunden.

Durchaus, so etwas sieht man nicht alle Nächte, mehr als gelohnt dafür die vertraute Freitagabendroutine aufgegeben zu haben, raus, all die Stimmungswechsel von übersteigerter Erwartung, transparenter Ernüchterung (das Gefühl vor diesem beinahe nicht zu sehenden Mond, es bringt das Erleben der letzten Sonnenfinsternis wieder), und zunehmender Spektakularität bis hin zu kirrem Wahnsinn und Ehrfurcht, raus, in den von partysierenden Jugendlichen dominierten Park, wo doch die Erinnerung im Vorfeld, auf das was man sehen und wie es sein wird, immer eine so wissenschaftlich feierliche Atmosphäre aufweist. Und der faszinierte Zauber für das was man sieht, dass man etwas im galaktischen Maßstab des Sonnensystems tatsächlich beobachten und erleben kann, teilhaben kann, natürlich kann man ja immer, aber dadurch dass eine Veränderung in der Zeitspanne weniger Stunden in der Nacht mit verfolgt werden kann, wird es so viel deutlicher, wie diese Felsen in der Weite des Alls hängen, und sich umeinander drehen.

Noch vollkommen von dem was ich gesehen habe erfüllt und bezaubert, (aufgedreht, überdreht, überreizt), dieses Ereignis, außerhalb des Erdalltags, außerhalb des menschlichen Alltags. Es wurde wie zu Anfang nicht gedacht, doch viel zufriedenstellender als die letzte Sonnenfinsternis.

Das Gefühl zu dem was in dieser Nacht auf der Leinwand des Himmels sehen konnte, ist vielleicht am besten zu beschreiben, wie der wieder erleuchtete Mond selbst, genauso fühlt es sich an, wie eine in schimmrigen Wasserdunst cremeweiß strahlende Lichtscheibe, und durch das Fernglas macht man in dieser Farbe Nuancen aus, sieht die Mare, und die Berge, vermeint verschiedene Steinfarben auszumachen, und ein bisschen fühlt es sich auch an, wie eine kleine Kindermurmel, eine wunderschöne Murmel die am Himmel hängt und einen auf einfache Weise glücklich macht, ein glitzerndes Juwel für die Erinnerung.

Noch vollkommen durchzogen, durchschliert und angefüllt, mondsichtig. Der Hr. Kollege erwähnte übrigens dass dieses Wort ihm wie ein Virus scheint, dass seitdem er es hörte durch sein ganzes Gehirn geht, und jedes Vorkommen des Wortes mondsüchtig durch mondsichtig ersetzt.

… viele weitere Umdrehungen könnten hier niedergeschrieben werden, nie endend, besser bekomme ich dieses beglückte Gefühl wohl doch nicht zu fassen, dieses unmittelbare Wahrnehmen unseres Sonnensystems auf nächtlicher Erde. Diese Besonderheit des Augenblicks. Diese Magie … [fade out]

Googlebildsuche liefert auf sehr zufriedenstellende Weise durchaus viele Bilder, die die Färbungen und verschiedenen Phasen der Finsternis wirklich so zeigen, wie man es im Fernglas gesehen hat. Vor allem die Farben, hach, oh nein, es geht schon wieder los … [fade fade out] … und für Leipzig sieht man zwei ähnlich dilettantisch ernüchternde Versuche diesen in der Luftfeuchtigkeit verschwommenen Blobs abzulichten. [out]

… zum mondfinstern glimmenden Palmengarten

Kommentar schreiben »

vergangen, geblieben, schöne Stunden & Traurigkeit

»so ist der Sommer vergangen. Wir haben schöne Stunden miteinander erlebt. Und doch erinnere ich mich vor allem an ein Gefühl der Traurigkeit. Genau genommen erinnere ich mich an mein ganzes Leben nur wie durch einen Schleier der Traurigkeit. Die Traurigkeit ist das einzige was geblieben ist. Aber vielleicht ist das nicht das Schlechteste. Lange Zeit versuchte ich mir zu sagen, man stirbt nicht, man verlässt nur diese Welt. Der Tod ist nur ein Wort. Doch das stimmt nicht.«

(Robert Seethaler, Das Feld)

Kommentar schreiben »

Fotorunde ::: Trockental/Rosensteppe & Trees

Kommentar schreiben »

nie zu alt ::: sich selbst kommentieren

In einem Weinkeller, wärmer, der erste Frost ist noch nicht durch die Mauern. «Hier ist es genau wie letzte Woche, sagte Aurora, die in ihrem Alter eigentlich hätte wissen müssen, dass jede Jahreszeit langsam heranflutete, dass der Winter in Wellen kam wie das Meer an einer wilden Felsenküste – aber dennoch war sie nicht zu alt, dass sie nicht mehr gern kommentierte was ihr auffiel.«

(Elisabeth Knox, Der Engel mit den dunklen Flügeln)

Kommentar schreiben »

Jahrtausendfeld ::: Skarabaeus

Kommentar schreiben »

aphoristische Begegnung | Niemandes Denker

Das Nachdenken über das Sein, muss auch den Einfachen unter uns, die Niemandes Dichter oder Denker sind, erlaubt sein.

Kommentar schreiben »