thoreauvian ::: maultierpfade, milchstraße, überspannen

»altes Schrifttum … Weisheit … Gabe des Verfassens« … perlenfadendünne Handlung … »Seidenraupen« … antike Philosophie und Bewegung … Bewegung wird Anlass zum Satz … Mühsal … Erfindung des erdichteten Fortschreitens der Erzählung …

»die Handlung die sich durch und um diese Sätze schlängelt, um diese Hügelgräber in der Wüste, diese Oasen, ist so undeutlich wie eine Kamelspur zwischen Mourzuk und Dafur

… Gedanken … weit abseits wie Inselberge … alltägliches Leben … mühelos aufnehmen … zu Ketten werden … Tafelland sind … Berggipfel … gemeinsame Basis … Maultierpfad … von der Milchstraße überbrückt … sich dräuend aufeinander erheben … wechselseitig die Sonnenstrahlen reflektieren … Beweis genug für ihre gemeinsame Basis.

Das Buch sollte dort zu finden sein, wo der Satz ist.

… in solchen Fabeln wird die Handlung nicht beachtet, während der Leser von Satz zu Satz springt, wie der Wanderer von Stein zu Stein, während das Wasser unbeachtet zwischen ihnen braust.«

(Henry D. Thoreau, Tagebuch I)

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Fotorunde ::: Mai im botanischer Garten

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Fotorunde ::: Südwald–See

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thoreauvian ::: meta klassifizieren

»Ich weiß nicht, inwieweit ich bei der Ordnung der Natur hilfreich bin, wenn ich eine Tatsache erkläre. Stellt es nicht einen wichtigen Teil in der Geschichte einer Blüte dar, wenn ich meinem Freund erzähle wo ich sie fand?«

(Henry D. Thoreau, Tagebuch I)

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Fotorunde ::: Wiesen-Wald-Scherbelberg

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Nils Frahm | 22.04.18 | Gewandhaus

Konzertschuppen mit Aussicht. Der Blick fliegt aus den Panoramafenstern über den Augustusplatz, über den sich in zwei Bögen den Mendebrunnen umkreisend die noch anstehenden Mitkonzertbesucher choreographieren. In den Saal. Damals vor Jahrzehnjahren bei Helge Schneider einerseits sehr damit beschäftigt geräuschlos Hustreiz unterdrückende Zuckerpastillen zu konsumieren, zum anderen der so weithin bekannten besonderen Akustik noch unbewusst, als dass sie, noch die funktionsfolgende polygonal gefaltete Innenarchitektur und begleitendes Ambiente, würdigend wahrgenommen worden wäre.

Der Raumklang allein des vorkonzertlichen Gesprächsmurmelns und wie es sich im Raum ausbreitet, schwebend, von Wand zu Wand.

Die Bühne zeigt sich wie eine Erinnerung an das Konzert im Schauspielhaus. Wieder sind zwei zentrale Bereiche von diversen Tastenaufbauten umstellt. Die flimmernden Holzkästen aus der Original Series im Hintergrund fehlen, später wird erklärt dass sie aus Amplitudenbalancegründen in einem entfernten, aber durch Verkabelung verbundenen Raum untergebracht sind, und das ein oder andere Detail mag verändert worden sein. Doch die zwei Performance-Bereiche sind wieder von jeweils drei Seiten mit zu bedienendem oder bespielendem Instrument umgeben und ergeben eine Art Aufenthaltskubus. Der rechte ist wieder »das Raumschiff« mit Konzertflügel, links wieder die mit mehr Holz verspielten, älter klingenden Tasten. Und so wie der Aufbau wird das ganze Konzert den Abend vor drei Jahren mit in sich einschließen, die Musik, die kleinen Plaudereien mit dem Publikum, Elbphilharmonie und Gewandhaus, ein schmeichelndes Abwägen, entspannte Perfektion.
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bakker über het bureau

»Dass ich mit Band sieben fertig bin, ist schlimm, weil ich jetzt wieder etwas anderes lesen muss und mir das nach Voskuils Sprache sehr schwer fällt. Ich habe keine Lust seine Welt zu verlassen, sondern möchte jeden Abend aufs Neue in sie eintauchen.«

(Gerbrand Bakker, Jasper und sein Knecht)

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hjemmehage ::: maranta leuconeura

»Maranta leuconeura, prayer plant, native to the Brazilian Rainforest, the specific epithet leuconeura means ›white-veined‹, referring to the leaves. Small, white flowers appear during the growing season, although this is rarely observed in houseplants and the flowers are not of particular value in comparison to the attractive foliage. The leaves have a habit of lying flat during the day, and folding in an erect position at night as if in prayer for evening vespers, hence the common name ›prayer plant‹. This behaviour is an example of a diurnal rhythm.«

(Exzerpt aus wikipedia.en)

– meine Marante tanzt! Und blüht alles andere als rarely.

… mehr Marante

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federnlesen ::: vernehmen, wiedererkennen, verbinden

»Das Schöne am Vögelbeobachten … ist für mich das Wiedererkennen. Das Sichten von vertrauten Farben, Formen, und Bewegungsmustern, das Vernehmen von Stimmen, mit denen sich sofort ein Name verbindet.«

»Beim Beobachten, ob mit Augen oder Ohren, lenkt man ja die eigene Aufmerksamkeit zwangsläufig nach außen, weg von den eigenen Befindlichkeiten hin zu dem, was gerade neben dem Weg singt oder aus dem nächsten Busch auffliegt. Man ist, auf wunderbare Weise ganz bei sich und doch völlig woanders …«

(Johanna Romberg, Federnlesen — Vom Glück Vögel zu beobachten)

… die Namen aller Wesen zu kennen ist wichtig. Wie vom Wind natürlich …

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Botanisieren ::: wicked!

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vokabulaves ::: schrillen

Apus Apus arrived!

Mauersegler (Apus apus), Famile der Segler (Apus). Nicht näher mit den Schwalben (Hirundinidae, Ordnung Sperlingsvögel (Passeriformes), Unterordnung Singvögel (Passeres)) verwandt. Konvergente Evolution.

»im Altholländischen wird er Ghierswalwe genannt, nach dem vergessenen Verb gieren, das ›schrill schreien‹ bedeutet.«

(Peter Krauss, Singt der Vogel, ruft er oder schlägt er?)

… ich biete dazu: das pfeilschnelle Schrillen der Mauersegler

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vokabulaves ::: grüner schwunsch

Grünfink (Chloris chloris, Syn.: Carduelis chloris), Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)

»der Kreischlaut heißt der Schwunsch. Häufig zu hören. … Er klingt als ob zwei unsaubere Töne miteinander in gleicher Spannung auf- und abwärtsziehen. … quetschen, krächzen, kreischen, schnarren, knätschen«

(Peter Krauss, Singt der Vogel, ruft er oder schlägt er?)

… ich biete weiter: rätschen, knärzen

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Botanisieren ::: ballet d’euphorbia

… mehr Marpril

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* this Euphorbia became Smyrnium perfoliatum on May, 14th

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Traumthesen ::: surreales Ausfransen von Gedankenrändern

»Es geschah wenn ich schon eine Weile im Bett lag und langsam in eine Region wegdämmerte, in der die zuletzt gedachten Gedanken an den Rändern surreal werden und sich allmählich zu Bildern und ganzen Szenen formen. Stufenlos gleitet man von einem abstrakten Gedanken in ein sehr reales Erlebnis, mehr noch, in eine andere Geschichte, eine fremde Welt, auch wenn vom eigenen Bewusstsein zumindest so viel erhalten bleibt, dass einem das Traumhafte daran klar ist.«

(David Foster Wallace, die Seele ist kein Hammerwerk)

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Zoorunde ::: ausfedern

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