pratchett ::: pendel des ichs

»… Risiko waren alle hellseherisch begabten Personen ausgesetzt. Das menschliche Bewusstsein ist nicht dafür geschaffen auf der langen und breiten Autobahn der Zeit hin und her zu rasen. Es löst sich dabei aus seiner Verankerung, unternimmt allein vom Zufall bestimmte Ausflüge in Vergangenheit und Zukunft und kehrt nur ab und zu in die Gegenwart zurück. Mütterchen Dismass hatte ihren mentalen Fokus verloren … übrigen Hexen … hofften dass es Mütterchen Dismass gelang einzelne Gesprächsfragmente zu sammeln, wenn das Pendel ihres Ichs in die Gegenwart schwang.«

(Terry Pratchett, Total verhext)

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thoreauvian ::: Gedankenrahmen finden, dem Leben übergeben

»Vielleicht kann ich nie einen so guten Rahmen für meine Gedanken finden, wie den, dem ich sie entnommen habe. Der Kristall funkelt nie heller als in der Höhle.« Dann zu Fabeln und Transfer moralischer Vorstellungen, Kinder, Erwachsene. Zusammenhang mit dem Vorhergehenden unklar. Dann Schwenk zurück. »… wie wirst du sie je zusammennieten können, ohne dass die Feile ihre Spur hinterlässt? Bereits Plutarch tat dies nicht; Montaigne ebenso wenig. Man hat in dieser Form Reisen beschrieben, doch vielleicht war das Alltagsleben keines Menschen reichhaltig genug, um Eingang in ein Tagebuch zu finden.«

»… wenn Du ein Schriftsteller bist, schreibe als ob eine Zeit kurz bemessen wäre, denn sie ist es in der Tat, wenn sie am längsten scheint. Benutze jede Gelegenheit, wenn deine Seele erreicht ist. … Gebrauche und übergebe dem Leben was du nicht dem Gedächtnis übergeben kannst.« [→ das ist schön, aber will man es so handhaben? Etwas dem Leben übergeben und vergehen lassen, … es ist ja nicht so als könne man irgendwas mitnehmen, doch! erwidert etwas, bis man gehen muss, was wäre man da ohne Erinnerungen? Weiterhin unklar, ob er nun jede Gelegenheit zum Aufzeichnen nutzen möchte, oder stattdessen die Momente einfach nur dem Leben und Vergehen übergeben.]

(Henry D. Thoreau, Tagebuch IV)

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fotorunde ::: Fluss-/Waldtails-tales Dez 21

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thoreauvian ::: mit sich selbst besprechen

»… mich mit meinen eigenen Gedanken besprach …«

(Henry D. Thoreau, Tagebuch IV)

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thoreauvian ::: luftmeer, rippelmarken auf schnee

Schneewehen als Studienobjekt, ihre Philosophie und Poesie. »Rippelmarken die das Luftmeer auf dem schneebedeckten Boden schafft.«

(Henry D. Thoreau, Tagebuch IV)

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fotorunde ::: frozental / eiskristalltal Dez 21

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pratchett ::: Glas Gin über Wasserfarben der Welt

Oktarin, die Achtfarbe. »… hervorgerufen von Licht, das langsam und träge durch ein thaumaturgisches Feld sickert, glühte durch Körper, Regale und Wände. Andere Tönungen verschwammen und flossen ineinander, so als gieße jemand ein Glas Gin über das Wasserfarbengemälde der Welt.«

(Terry Pratchett, Das Erbe des Zauberers)

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fotorunde ::: frozencolours Dez 21

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fotorunde ::: Saurier-/Spatzental & Wegesrand Nov 21

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fotorunde ::: Hausherbst Nov 21

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fotorunde ::: Süd-/Stadtpark Nov 21

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southern reach ::: unbekanntes aufblitzen

Rückblende, die Direktorin und Whitby, das erste Mal über der Grenze. Durchschreitung des Tors, eine Art Druck, schwarzer Horizont, Sternschnuppen, »deren Schweife so voll und weit über den Nicht-Himmel leuchten …«, Schwanken, Schwindel, »deine Gedanken schwirren hin und her, und zwischen ihnen blitzt etwas Unbekanntes auf, das du nicht identifizieren kannst.« Will für immer in diesem Korridor der realen Welt und Area X bleiben. … gegen Ende das Gefühl durch hüfthohes Wasser zu waten, intensives wirbelndes Lichttor weit vor dir, »und es wird auch Zeit, denn bei all deinem stoischen Schreiten beginnt Whitbys Traumzeit auch auf dich überzugreifen, macht dich glauben, das Dinge in dich hineinsehen,« verliert jedes Gefühl für sich, ob sie geht oder steht, wo sie ist, und plötzlich fällt der Widerstand weg, und sie taumeln durch das Tor hinaus nach Area X. Sie ist wieder zu Hause, und der Himmel strahlend blau, und die Luft strahlend frisch …

(Jeff VanderMeer, Southern Reach III)

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fotorunde ::: Tümpelvormittag/abendlicht Nov 21

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fotorunde ::: Myxopark Kleinzschocher Nov 21

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pratchett ::: aktinisches Grellen, stockfinster

»… es folgte jene Art von beständig brummender Stille die man nach ohrenbetäubenden Lärm als eine Art Erlösung empfindet, und als das aktinische Grellen verblasste, schien es in der Küche stockfinster zu sein.»

(Terry Pratchett, Das Erbe des Zauberers)

… auf so wie vielen Konzerten

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