Langeoog 29.05.10 bis 2.06.10 — Reisebuchaufzeichnung Tag 4

Dag fire

Immerzu hell — die Sonne ist heiter, die Waden verschmerzt — Wattruf — es war die Lerche, nicht die Möwe — durch die Salzwiesen ans Watt — staaks, schluuuarz, ziehsaugquetsch, Staaks, nächstes Bein, staaks, schluuuarz, ziehsaugquetsch, staaks — fischig und schlickschwefelig, Lehrstunden im Watt — Herzmuscheln werden von Aliens entführt — zerschmelzender Salzwiesenhase — re-Strandspaziergang — Entdeckung eines Buddellochs — alter Mann glücklich wie gemeißelt im Strandkorb seines Gartens verweigert Tee und Hausschuhe

Dienstag, 8 min vor 8 Uhr.

Geschlafen. Und geschlafen und geschlafen. Um Halbelfnachts wach geworden und es war noch hell. Wieder eingschlafen, wieder wach geworden, Entsetzen, das Watt verschlafen, kein Wecker klingeln. Uhr geprüft, 5 Uhr. Hell, schon wieder hell. Der Norden im Sommer. Die Sonne ist heiter, die Waden verschmerzt, dafür schmerzt der sonnenstichige Kopf nicht mehr. Die Tauben gurren als wären sie Waldkauze wie sie es immer tun. Das Watt ruft. Die Gummistiefel warten. … weiterlesen.

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Jahres-Ente | Der Zoo Ende Dezember

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Langeoog 29.05.10 bis 2.06.10 — Reisebuchaufzeichnung Tag 3

Dag tre

In Erledigungen vertändelter Vormittag — Wasserturm und Grill-König-Idylle — Riesenmöwe erhebt sich unter Schmausballast — Langwanderung ans lange Ende der Insel — Wuschelkühe am Wegesrand — der gerade Weg dehnt Zeit und Geist — Fernglas zerstört Seehundbeobachtungsillusion — pieksender Reisigweg ins Paradies — Muschelschuttstrecken — witterungsbedingter Kopfumwickelungszwang — Reich der Möwen — Abweg ins grüne Hügelland — platten Fußes ins Hobbitdorf

Abend. Erschöpfung vollständig, in Kaputtheit übergegangen, von dort keine Wiederkehr. Vormittäglicher Spaziergang durch Langeoog-Ort, vorbei an zahllosen Fahrrad-, sowie Angelverleihnixen.

Wasserturmbesichtigung und freudvolle Entspannung beim gemütsruhendem Warten in der Schlange, schmucke Bebilderung mit alten Langeoog-Ansichten und originärem Wasserturmbesichtigungswart. Pommes speisen in gegenüber dem Supermarkt eingezwängtem Freisitz des Grill König. Auf dem Nachhauseweg sitzt in einem Garten eine der Riesenmöwen, eine komplette und noch halb verpackte Fischsemmel im mächtigen Schnabel. Ächzend erhebt sie sich und fliegt an uns vorbei über die Straße, sich mit dem leckeren Schmausballast mühsam über ein Dach schwingend. … weiterlesen.

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Wovenhand | 20.11.10 | Centraltheater

Im Pilot. Wir sitzen und warten auf Team Göttingen. Herr Walte mit Blick zum Eingang sieht irgendwann auf und über sein Gesicht läuft freudiges Erkennen. Wurde ja auch Zeit dass die Göttinger endlich kommen. Doch nicht Wohlbekannte sondern das Erscheinen von Mr. Edwards an der Tafelrunde schräg hinter uns, hat das Mienenspiel des Erkennens in ihm ausgelöst. Der Meister. Sitzt nicht weit von uns. Ganz neben dem taktischen Vorteil — verläßt er das Café, so sollten auch wir unsere Plätze im Centraltheater aufsuchen — ist dies natürlich vor allem von pilgerndem Wert. Die Aura des Meisters in dieser alltäglichen Umgebung. Rotes Tuch um die Stirn, kantiges Gesicht, wuselwirre Haarstränen, ein schlaksiges Bild bis zu den Cowboystiefeln.

Etwas verunsichert stelle ich etwas später fest, dass er doch tatsächlich ißt und trinkt, gemütlich lacht und mit seinen Tischgefährten spaßt, als wäre er ein gewöhnlicher Sterblicher. Beschließe aber sogleich dieses Wissen abzustoßen, um der Welt wieder ihre Ordnung zu geben. Auf derartige Halluzinationen sollte man nichts geben.

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Siste Sonnenstrahlen | der Zoo im November

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Blood Red Shoes | 18.11.10 | Conne Island

Zauberleichte Eingängigkeit und live ein faszinierendes Stimmchen. Schade nur dass kaum Publikum da war.

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Wienwirkungen 5 | 11.08 bis 14.08

Wien. Eine Stadt wie ein Mosaik. Wie die Welt. Und wir wieder drin. Wieder in Wien.

0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 Wasser überm Schwanensee

Voll des sommrigen Tagesausklangs nach dem MQ. Geruhsame Plauderentspannungsstimmung im Spittelbergviertel. Mittendrin weniger ansehnliches 60erjahre-Graubraunwohnhaus mit drei darauf gemalten Eulen die an die Entsprechenden an der Secession erinnern. Kurz zuvor gehen wir eine Wohngasse entlang an einem offenen Parterrefenster vorbei. Blick auf einen Mann der auf einem Sofa genau in der Mitte des stillen Zimmers sitzt und nachdenklich raucht. Genau in der Mitte. Raucht. Sinniert. Blickt an die Wand gegenüber. Man ist kurz versucht hineinzurufen »was sinnieren Sie da?« Geht aber weiter und sieht noch ein wenig der nächtlichen Philosophengeschichte nach, die sich daraus spinnen liese.

Dame A. ruft uns an. Sie wäre nun bereit für das Klassikopenair vor dem Rathausplatz, wann wir da sein könnten. Die Luft beginnt sich aufzuladen. Beinahe gewittrig. Wir verabreden uns vor dem Burgtheater um etwaigen sachten Regentropfen dort unterständig entgehen zu können und drehen sodann bei, schlagen uns irrend durch mehrere Straßenzüge und kommen schließlich direkt hinterm Parlament raus. Ein Hochgefühl umspielt meinen Orientierungssinn und bändelt mit dem Wetterleuchten über der Stadt an.

Kurz vor Überqueren einer der Ringampeln bremst uns ein Stadtlauf mit Joggern, Rollschuhläufern, Liegefahrrädern und anderen Sporterlebnisirren unter takkernder elektronischer Musik. Wir stehen an der Ampel und halb Wien läuft und schlittert an uns vorbei. Ich denke an Snickers. Es nimmt lange kein Ende. Ich sehe den Ring aus der Luftperspektive und male mir aus wie der Anfang der Stadtlaufschlange hinter dem Ende herrennt, Stadtringrunde um Stadtringrunde. Aussichtslos.

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Wienwirkungen 4 | 11.08 bis 14.08

Wien. Eine Stadt wie ein Mosaik. Wie die Welt. Und wir wieder drin. Wieder in Wien.

0 | 1 | 2 | 3 | 4 Designallumgebung rund ums MQ — Prelude der Naturerschütterung | 5

Wir pilgern weiter. MQ. Äußere Ringseite. Diverse interessante Schaufenster, Nippes oder renovierend zu Kunstobjekten gemorphte Boutiquen. Eisdielen. Im MQ Abendstimmung. Langsam zuziehende Wolken, doch wir fühlen uns noch nicht ansatzweise bedroht. Wir Narren!

Gucken hier und dort, verlassen die MQ-Höfe und schlendern Richtung Spittelbergviertel aufwärts, um über die lange Gasse zum Scottish-Pub-Treffpunkt mit Dame A. zu laufen. Angelockt von lampionbunten Geplauder, bemaltem Gemäuer und Instinkt folgen wir einer dunkel beleuchteten Treppe und stolpern so wieder ins MQ, in den hinteren Bereich. An diversen mit Witz und Schläue durchdesignten Plakaten vorbei und wieder hinaus, weiter durch die Josefsstadt, all die Werbungen, altgediegenen Messing-Werkstatt-Schilder, Schaufenster, Galerien mit Zeichnungen posierlicher Fabelwesen. Auflauernde, aufsummierte Einzeleindrücke verursachen Lächeln und kleines Glück.

Design, Gefrickel für den Geist.

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Budzillus | 23.10.10 | Absturz

Wiederholt gediegenes Konzert mit Tasteninstrument, diversen Saiteninstrumenten, Rhythmusgebern und tremolierender Blockflöte, vor zurückhaltend tobendem Publikum.

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Scumbucket | 11.10.10 | Moritzbastei

Wie hineingespült unser Weg, auf einer Woge vom italienischem System-Essen mit Sandrina und Araldo in die Veranstaltungstonne treibend, einer spanienaffin Liednamen vergebenden Band entgegen. Vor der schwer verriegelnden Pforte zur Tonne kurz vom anschwappenden Lärm abprallend. Kurzes Zögern. Hinein.

Das Konzert ist schon lange da, so wie man im menschlichen Leben — selbst bei über Einzelleben hinausgreifender Sicht — auch nur selten an ein Meer kommt das gerade erst glucksend vollläuft. Es ist laut. Der Geräuschanblick offenkundig zu weit, endlos bis zum Horizont für den ersten Moment. Man muss sich erst fassen. Es ist … laut.

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Gnomwachen und Trampelpfadidylle ::: Lindenauer Hafen

Ein Spaziergang in der Idylle auf den dreiunddreißigsten Blick; Lindenau … mehr Bilder.

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Farbrausch | der Zoo im Oktober

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7.10.10 | Mouse on the Keys | Conne Island

Der Hund Emil. Er ist von erdigem Braun. Braunbärenbraun. Zottig, wuschelig. Vom Typ her ein bisschen wie einer dieser goldenen Apportierhunde, aber nicht so geleckt glänzend. Er ist vom wirklichen Leben. Naturbursche. Das Fell so dicht pelzig dass sein Gesicht konturlos bleibt. Das ist Hund Emil und als im Hof des Conne Island bei Draußensitztemperatur eine Tischtennisplatte in Beschlag genommen wird wetzt er bergeistert den Ball fixierend los.

Es gibt Hunde die wedeln am ganzen Körper.

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Revolutionär: neue Tonträgertechnologie

Gestern konzertlings entdeckt und erworben. Die neueste Technologie auf dem Tonträgermarkt. Sie nennen es Kasette … ein gutes Wort für die Aufbewahrung von Schmuckstücken.

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Frosch und Fliegenpilz im Wald …

… mehr Bilder.

… der Stoff aus dem Märchen und Träume gemacht sind.

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